Der Wille zur Macht bringt Manager ganz nach oben, doch dort scheitern sie oft an ihrer eigenen Ignoranz: Sie weigern sich, Neues zu lernen - und provozieren damit den Ruin des eigenen Unternehmens.
Führungskräfte und Firmenchefs verspielen oft den Erfolg, den sie sich erarbeitet haben. Nach Erkenntnissen des Wirtschaftspsychologen Prof. Wolfgang Scholl von der Humboldt Universität in Berlin liegt das häufig daran, dass sie nichts mehr dazulernen wollen: Zunächst gelinge es den erfolgreichen Managern, durch Wissen, Können, Geschick und den Willen zur Macht aufzusteigen.
Der Chef trifft einsame Entscheidungen: Dann trauen sich Mitarbeiter nicht, Warnzeichen für Fehlentwicklungen nach oben weiterzugeben. (© Foto: iStockphoto)
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Doch dann lernten sie zu wenig dazu, machten Fehler und versuchten, diese durch noch größere Fehler zu korrigieren. Ihren Erfolg machen sie damit unter Umständen komplett zunichte, im Extremfall bis zum Ruin des Unternehmens. Der Kardinalfehler solcher Chefs liegt Scholl zufolge dabei darin, Macht ausüben statt Einfluss nehmen zu wollen.
Weil die Chance nicht genutzt wird, Neues zu lernen, eskaliere die mangelnde Einsichtsfähigkeit oft in der Verstärkung des Falschen, lautet nach Angaben der Hochschule eine Erkenntnis des Forschers. Immer skrupellosere Mittel würden eingesetzt, um den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Häufig trauten sich Mitarbeiter dann gar nicht mehr, Warnzeichen für Fehlentwicklungen nach oben weiterzugeben - aus Angst, für solche schlechten Nachrichten bestraft zu werden.
Allerdings fördert nach Beobachtung des Wirtschaftspsychologen ein "partizipativer Führungsstil", bei dem die Mitarbeiter nicht zu Duckmäusern werden, die Lernfähigkeit aller Beteiligten. Auch die Produktivität nehme dann zu. Leitende Personen sollten deshalb auf Einflussnahme setzen, empfiehlt Scholl: Das sei nicht einfach der Verzicht auf Machtausübung, sondern die Fähigkeit, beispielsweise Informationen, Expertise und Charisma effizient einzusetzen. Die negativen Folgen von Machtausübung ließen sich damit vermeiden. Gleichzeitig könnten alle Beteiligten mehr Wissen zur Lösung der anstehenden Probleme gewinnen.
(dpa/bön)
Christopher Lee zum 90.
Wenn in der Studie behauptet wird, Zitat ": Zunächst gelinge es den erfolgreichen Managern, durch Wissen, Können, Geschick und den Willen zur Macht aufzusteigen, " dann scheint das in vielen Fällen eher schmeichelhaft zu sein. Es gibt leider all zu viele Fälle, in denen sich das ganze auf Geschick und den Willen zur Macht aufzusteigen reduziert. Machtausübung durch einen selbstherrlichen Führungsstil scheint mir eher ein Ausdruck von Minderleistung und Minderqualifizierung zu sein. über die Qualifikation kann man bestenfalls streiten. Bei genauer Beobachtung wird man sehr schnell feststellen, dass dieses Phänomen weiter verbreitet ist, als uns lieb sein kann.
daher würde ich gern etwas Privateres sagen wollen und die Diskussion in meinem GB weiterführen. Ist derzeit noch 24/7 geöffnet.
Kann die Redaktion bitte mal erklären, was das mit den eingeschränkten öffnungszeiten zu bedeuten hat. öffnungszeiten im Internet sind doch ein Widerspruch an sich...
Um eine Antwort wäre ich dankbar.
MfG
Sehr geehrter Herr "Unbeteiligter Leser",
wieso schreiben Sie eigentlich überhaupt irgendwas in das Forum?
Da Sie anscheinend der Generation "Wir lassen uns alles gefallen" angehören, dürfte doch auch Ihre Meinung relativ irrlevant sein.
Sehr geehrte Boykotteure,
würden Sie es bitte unterlassen, dieses Forum mit Ihren nervenden Postings zu überschwemmen. Es gibt hier auch noch Leser, die sich hier über Sachthemen austauschen wollen. Wenn Sie ein Problem mit den Nutzungsbedingungen hier haben, dann schreiben Sie gefälligst der Redaktion eine Mail, in der Sie Ihren Standpunkt darlegen. Ich bin sicher, dass die Mitarbeiter der Süddeutschen durchaus in der Lage sind, sich damit sachlich auseinander zu setzen. Es geht jedenfalls nicht an, dass Sie hier unbeteiligte Leser mit Ihrem infantilen Gehabe quasi in "Geiselhaft" nehmen.
Wie sind sie überhaupt in der Lage, Ihre Postings aufzugeben? Angeblich hindern Sie doch die ach so benutzerunfreundlichen "öffnungszeiten" daran?
Wenn es Ihnen hier in diesem Forum nicht gefällt, können Sie sich ausserdem jederzeit ein anderes suchen, das Ihren Erwartungen eher entspricht. Es gibt genügend davon im Internet.
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