Die niedersächsischen Hochschulen müssen sparen. Welche Studiengänge dafür wegfallen sollen, ist noch offen.

Das niedersächsische Wissenschaftsministeriums will ganze Studiengänge streichen, um die von der Regierung Christian Wulff für die Hochschulen beschlossenen Kürzungen umzusetzen. Die Schließung von Studiengängen sei wahrscheinlich und und realistisch, sagte am Freitag der Sprecher des Wissenschaftministeriums in Hannover, Thomas Reiter. Eher unwahrscheinlich, aber letztlich nicht auszuschließen sei es, dass es zur Aufgabe ganzer Hochschulstandorte kommen werde.

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Nach Angaben von Reiter sollen an den Hochschulen rund 800 von insgesamt 34.000 Stellen entfallen, um im kommenden Jahr wie vom Landeskabinett beschlossen 40,46 Millionen Euro oder 2,77 Prozent der Hochschulmittel einzusparen.

Auf Distanz ging der Ministeriumssprecher zur Forderung des niedersächsischen Landesrechnungshofes, den Hochschulstandort Vechta ganz aufzugeben. Es handele sich um eine eigenen Einschätzung der Präsidentin des Rechnungshofes, Martha Jansen. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium wende andere Maßstäbe an.

Ausschlaggebend sei bei Einsparentscheidungen die Qualität der Studiengänge. Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) werde mit den Präsidenten der 27 Hochschulen des Landes am kommenden Mittwoch über die geplanten Kürzungen sprechen.

(sueddeutsche.de/AP)

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