Dialekt kann eine Karrierebremse sein. Aber auch ein taktisches Instrument, das einen nach vorne bringt.
"Wann mer net genunk noi pulvern dunn, dann kimmt aach hinne nix naus." So klingt es, wenn ein Hesse erklärt, dass ohne kräftige Investitionen kaum gute Ergebnisse zu erzielen sind.
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Hätte man diesen Satz bei einem Assessment Center für den Führungsnachwuchs der Deutschen Bank aufgeschnappt, müsste man sich um die Erfolgsaussichten des Kandidaten ernsthaft sorgen. Für einen angehenden Polier des Baukonzerns Hochtief wäre das völlig in Ordnung.
Dialekt kann eine Karrierebremse sein. Aber auch ein taktisches Instrument, das einen nach vorne bringt. "Ich mache oft die Erfahrung, dass stark ausgeprägter Dialekt von Personalentscheidern teilweise mit mangelnder Kompetenz und Intellektualität in Zusammenhang gebracht wird", sagt die Karriereberaterin Kirstin Schönfeld.
Werner Kallmeyer, Soziolinguist aus Mannheim, sieht die Sache ähnlich: "Gerade, wenn es um Spitzenpositionen geht, kann die Sprache zum Selektionskriterium werden." Wer tiefstes Sächsisch oder Pfälzisch spreche, könne sich keine großen Chancen ausrechnen, wenn es um überregionale Stellen mit Publikumsverkehr oder Prestige gehe.
Es sei denn, es treffen zwei vom selben Schlag aufeinander.
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