Felix Dietlein ist ein Phänomen: Parallel zur Schule machte der 18-Jährige an der Uni sein Mathe-Diplom - und hat es jetzt gleichzeitig mit dem Abitur in der Tasche. Seine Abschlussnote: 0,7.
Die Suche nach dem passenden Superlativ gestaltet sich schwierig. Ist der 18-jährige Felix Dietlein nun ein Höchstbegabter? Oder ein Genie? Gar ein Wunderkind? "Der Felix würde alles zurückweisen, was mit Wunder zu tun hat", sagt Ulrich Halbritter vom Mathematischen Institut der Universität Köln, und schiebt leise nach: "Obwohl sicher ein Körnchen Wahrheit drin liegt." Denn der Student Dietlein, der am 18. Mai seine Diplom-Prüfung im Studienfach Mathematik (Nebenfach Informatik) "mit Auszeichnung" abgelegt hat, ist immer noch Schüler. An diesem Freitag wird Dietlein sein Abiturzeugnis überreicht bekommen.
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Felix Dietlein: Der Hochbegabte hatte sein Uni-Diplom schon vor dem Abi in der Tasche. (© Foto: oH)
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Er ist damit wohl der erste deutsche Schüler, der bereits vor der allgemeinen Hochschulreife, der regulären Studienberechtigung, die Universität als diplomierter Akademiker verlassen kann. Seit der 7. Klasse hat der "eifrige junge Mann" (Halbritter) mit dem korrekt gescheitelten Haar als Teilnehmer des privatwirtschaftlich geförderten Projekts "Schüler an der Universität" parallel zum Gymnasium sein akademisches Studium komplett absolviert.
Hochbegabt - aber kein Außenseiter
An rund 60 deutschen Universitäten wird das schulbegleitende Studium angeboten, allein am Kölner Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (FWG), an dem Dietlein sein Abitur machte, nehmen jedes Jahr rund ein halbes Dutzend Schüler nebenher ein Studium auf. Aber dieser Junge, sagt Peter Jansen, Schulleiter des Gymnasiums, "ist noch mal ein ganz anderes Kaliber". Zu Beginn der Oberstufe wechselte Dietlein auf die Schule in der Südstadt, um die gewünschte Fächerkombination belegen zu können. Nun hat er sein Abitur - mit 837 von 840 möglichen Punkten, einem Notenschnitt von 0,7. Die Abschlussprüfungen in den Fächern Mathe, Physik, Englisch und Geschichte absolvierte er jeweils mit Bestnote.
Man kennt zur Genüge die Geschichten von Überfliegern, denen die Mitschüler skeptisch bis offen ablehnend begegnen; von Hochbegabten, die zum Außenseiter werden, weil sie auch tatsächlich anders sind, in anderen Sphären denken. "Mit Felix gab es aber nie Probleme", beteuert Jansen. Dietlein sei "ein sehr bescheidener Junge mit hoher Sozialkompetenz, der anderen hilft statt sich wichtig- zumachen." Auch der 18-Jährige selbst fühlte sich nicht geschnitten: "Ich finde, dass ich eigentlich positives Feedback erhalten habe." Das Studium sei "eine einzigartige Chance" gewesen und "ein schöner Ausgleich". Viel mehr mochte Dietlein nicht sagen -außer, dass er "gerne Querflöte spielt". Er entfloh dem Trubel, hockte sich lieber in die Bibliothek.
Die Begabung ist möglicherweise genetisch bedingt. Sein Vater ist Uni-Professor, sein jüngerer Bruder Georg, der derzeit die 12. Klasse des FWG besucht, fährt auch zweigleisig: Er studiert katholische Theologie. Felix aber widmet sich weiter wissenschaftlich der Mathematik; deshalb möchte er auch das genaue Thema seiner Diplomarbeit (ein "tiefliegendes Problem der Darstellungstheorie" im Fachbereich Algebra) nicht in der Zeitung lesen. Schließlich könnte noch jemand auf die Idee kommen, ihm das Thema für die nun anstehende Promotion wegzuschnappen. Seinen Doktorvater hat er schon gefunden.
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(SZ vom 19.6.2009/bön)
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Proteste gegen ACTA
da wei gesagt es dach 15 punkte system gibt.
ich verweise auf die die homepage meiner schule
http://www.fostech.musin.de/
und dann unter abschlußprüfung / Durchschnitsnote errechenen
ist der genaue verweiße wie man seinen durchschnit errechntet
Durchschnittsnote = [17 - (Summe der Punktzahlen der Fächer) : (Anzahl der Fächer)] : 3
also bei im durchschnitt 9 Fächern gibt es eien gesamtpukte zahl aller fächer von 135 wenn man in jedem fach 15 Punkte erreicht. teilt man diese duch die fächer also 9 ergibt sich 15 punkte pro fach
so dann 17 - 15 = 2
und 2 : 3 ca. 0.6666666666666 gerundet 0.7
alle missverstände beseitig
lg Monster
meines wissens sind 0 punkte eine 6,0.
Ist aber auch irrelevant, da man, wenn man 0 punkte in einem Fach hat, erst gar nicht zum Abitur zugelassen wird.
Ein herrliches Beispiel was im (Bildungs?)system falsch läuft ist doch schon dieses völlig verblödete Notensystem, wie es von einigen Foristen hier geradezu zelebriert wird. Wer sich dieses System ausgedacht hat und meint er könne mit einem derartig ausgetüftelten Messsystem eine Rangfolge des späteren Leistungsvermögens voraussagen, der ist garantiert nicht dazu in der Lage sich wirksame Faktoren für die Lernmotivation auszudenken. Jene Leute, die das verbrechen sind nur an der Disziplinierung einer ganzen Generation durch Psychoterror interessiert. Effektivität, sch ..egal, Hauptsache sie sind brav und kontrollierbar.
Wenn ich mir die Aufstellung von Sachsen-Paule (danke dafür) ansehe, entsteht aber bei mir der Eindruck, dass hier eine (wahrscheinlich gewollte) Verschiebung leicht zu Gunsten der besseren Noten zu beobachten ist.
Eigentlich sollte doch wohl 0 Punkte auch eine glatte 6 sein, oder eher sogar eine 6-, wenn man schon mit + und - jongliert. Eine 6+ für keine Leistung ist merkwürdig.
Allerdings nehme ich mal im Sinne von Hr. Dietlein an, dass er in jedem Bundesland, das derartige Möglichkeiten angeboten hätte, ein vergleichbares Ergebnis erzielt hätte.
ich hoffe, daß Herr Dietlein seine Fähigkeiten zum Wohle unseres Planeten einsetzt (ob Umwelt oder Geselschaft.. sei dahingestellt). Dabei möchte ich nicht zu sentimental wirken.
Leider sind viele überambitionierte, mittelmäßig intelligenten Streber eher auf ihren persönlichen Vorteil aus. "Überflieger" sind da doch öfters anders.
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