Empowerment als Schlüssel

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Für Angestellte auf der unteren Hierarchie-Ebenen klingen die Ergebnisse von Smith und ihren Kollegen deprimierend: Eine Karriere ist nur für diejenigen möglich, die von einer guten Ausgangsposition starten - die Führungsebene als geschlossene Gesellschaft, in der ein Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär unmöglich ist.

Smith bestätigt diesen Eindruck. "Unsere Forschung zeigt, warum Hierarchien in modernen Gesellschaften so stabil sind. Gerät jemand in eine machtlose Position, verändert er sich offensichtlich so, dass er in der Position verharrt."

Trotzdem seien Hierarchien in Unternehmen nötig, damit sie als Organisationen funktionieren können. Die Lehre, die Vorgesetzte aus ihrer Studie ziehen können, liegt für Smith auf der Hand: "Sie müssen Untergebenen genügen Spiel- und Freiräume geben, so dass ein Gefühl der Machtlosigkeit erst gar nicht entstehen kann."

Die Empowerment-Programme großer Konzerne gehen für Smith also bereits in die richtige Richtung. Sie rät auch zu einem funktionierenden Ideen- und Vorschlagswesen, das jedem Mitarbeiter signalisiert, dass seine Anregungen aufgenommen und umgesetzt werden. Selbst bei Fließbandarbeitern gebe es noch genügend Möglichkeiten, ihnen Verantwortung zu übertragen: "Man kann die Produktion so ausrichten, dass nur ein Vorgesetzter das Band anhalten kann, wenn es ein Problem gibt. Man kann die Arbeit aber auch so organisieren, dass jeder Mitarbeiter dies selbst tun kann, sobald er einen Fehler bemerkt."

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  1. Wer machtlos ist, macht Fehler
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(sueddeutsche.de/bön)