Für Wissenschaftler ist die Affäre Guttenberg längst nicht vorbei. Sie diskutieren über die Schwächen des Promotionsverfahrens - und fühlen sich von Kanzlerin Merkel benutzt.
Das Guttenberg-Gewitter ist vorüber, das Grollen aber wird noch einige Zeit nachhallen, sowohl in der Politik als auch, noch deutlicher, in der Welt der Wissenschaft: Die Plagiatsaffäre hat Diskussionen ausgelöst. Es geht um das Standesethos im Allgemeinen und um das Verfahren bei der Vergabe von Doktortiteln im Besonderen.
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Wie ein Phantom: Für die Wissenschaft ist die Affäre Guttenberg noch nicht vorbei. (© dpa)
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Wie vielfältig die Unmutsbekundungen aus der Wissenschaft ausfallen, zeigt sich in den Briefen, die der Bonner Mathematik-Professor Matthias Kreck erhalten hat. Kreck startete wenige Tage vor Guttenbergs Abgang mit sieben weiteren Hochschullehrern eine Initiative, in der Gelehrte aufgerufen waren, sich ihrer "Erklärung zu den Standards akademischer Prüfungen" anzuschließen. Etwa 3300 Zuschriften von Unterstützern sind eingegangen. Die Absender stammen aus allen denkbaren Fachrichtungen, Max-Planck-Direktoren sind ebenso darunter wie Fakultätsdekane, Lehrstuhlinhaber, Emeriti und Honorarprofessoren. Alle zusammen bilden eine beispiellose akademische Basisbewegung.
Aus manchen Einsendungen spricht blanker Frust: "Nach dem, was bei den Politikern sichtbar wird, frage ich mich, warum ich überhaupt noch zur Wahl gehen soll", schreibt ein Gelehrter. Den Wissenschaftlern geht es zum einen um das Ansehen wissenschaftlicher Forschung. Das hat nach ihrer Auffassung dadurch erheblichen Schaden erlitten, dass und wie der Plagiator Guttenberg von Vertretern der Union und der Bundesregierung verteidigt wurde. "Die Logik der Kanzlerin ist erschütternd. Hier werden nicht nur fundamentalste wissenschaftliche Standards nach unten verschoben, sondern auch essentielle gesellschaftliche Werte wie Ehrlichkeit beschädigt", schreibt ein Professor.
Manch einer spekuliert, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe vor der Demission Guttenbergs gezielt über Bande gespielt. Die Spekulationen beziehen sich auf ein YouTube-Video, das die Kanzlerin angeblich zeigt, wie sie am Tag von Guttenbergs Rücktritt dessen Abschieds-E-Mail empfing. In dem Film lächeln Merkel und Bundesbildungsministerin Annette Schavan nach einem Blick auf das Mobiltelefon einander komplizenhaft zu - als triumphierten sie über das Ende des politischen Parvenüs und potentiellen Widersachers der Kanzlerin.
Einige Wissenschaftler argwöhnen, die Strategin Merkel könnte bewusst mit dem Druck der akademischen Öffentlichkeit kalkuliert haben, der Guttenbergs Karriereende ja tatsächlich beschleunigte. Auch Matthias Kreck hält solche Vermutungen nicht für abwegig. "Wenn das so war", sagt er, "dann sind wir übel missbraucht worden. Dann stellte sich Frau Merkel nur zum Schein vor Guttenberg im Wissen, dass sie von seiner Popularität profitiere und wir Akademiker Guttenberg in ihrem Sinne attackieren."
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ein Reinfall wie der Dollar und das auf ihm wuchernde Gaunersystem, die Erzlüge der USA.
Nun bricht endlich zusammen, was ohne Fundament und so konstruiert wie gelogen.
Hier wie da.
http://nachrichten.t-online.de/obama-und-der-us-haushalt-countdown-zum-staatsinfarkt/id_45594768/index
Lammert (Dr. und Honorar-Prof.) Bundestagspräsident und nicht CDU/CSU-Vereinsmeier-Präsident (im Bundestag) hat m. E.s den besten Überblick über das Zustandekommen und letztliches, veröffentliches Aussehen der Guttenberg-Promotion" (von eigenen Fälscher-Gnaden). Die Unterlagen liegen nur dort vor; bei Guttenplag war die Einsicht verwehrt, da diese „Manuskript-Originale“ ungedruckt und nicht online verfügbar waren (bei der Plagiats-Kontrolle) und es noch sind
Er kennt - auch durch den von ihm ernannten pflichtbewussten Juristen der der Direktor ist, von der genauen Anzahl, den Themen und dem Inhalt der sechs (oder sieben...oder acht oder mehr).
Er hat Kenntnis der Gutachten und Ausarbeitungen der "Wissenschaftliche Dienste", deren sich Guttenberg bediente, offensichtlich ohne Scheu (wie sich aus der Debatte zu der Fragestunde im Bundestag ergibt; er beschuldigte auch andere, sich dort wie selbstverständlich zu bedienen).
Der Präsident zeigte höchste körperliche Abwehr oder Abscheu, die sich nur als ihm eigene moralische Einwände zu den behandelten Fragen deuten lassen.
Im Ältestenrat ha die CDSU es geschafft, auf die Fragen und offen liegenden Nachweise zu verzichten.., bis zu einer Behandlung „Mitte März“.
Prof. Lammerts Einschätzung der Vorgänge und möglicher Konsequenzen werden dann zur Sprache und zur ersten rechtlichen Würdigung kommen. Da es noch keine praktizierte Geschäftsordnung für Verstöße gegen die Regularien dieser „Wissenschaftliche Dienste“ gibt, glauben wohl CDSU-Größen hier selbstherrlich „re(a)gieren“ zu können.
M. M. n müssen hier in Analogie zu den §§ der Urheberrechtsverstöße und Untreue wie im StGB die von Guttenberg (im Verfahren der systematischen, vorsätzlichen Fälschung, die er immer noch nicht zugegeben hat) geschaffenen Fakten dargestellt und entsprechend der Strafbewehrung geahndet werden bleiben.
Für die Analysen und Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste gilt: „Für den Inhalt besteht Haftungsausschluss und Urheberrechtsschutz“.
Vgl. die Präsentation der „Analysen und Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste“:
http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/index.html
Zählen Sie mal durch: Die Anzahl der Redakteure zum Thema KTG ist ver-
blüffend hoch. Die gehören sicherlich nicht zum Stammpersonal. Man
kann wetten, dass eine temporäre Task-Force Anti-KTG aufgestellt wurde.
"...Seidem habe ich von ihm nichts mehr zu dem Thema gehört. Es ist im Übrigen unter Wissenschaftlern ganz normal, das man sich gegenseitig kritisch prüft. Von "Dreistigkeit die Leviten zu lesen" kann ich weit und breit nichts erkennen."
Natürlich ist es normal, dasS man sich unter Wissenschaftlern kritisch prüft, wenn man neidisch ist und dem anderen an den Karren fahren will. Das existiert auch unter wissenschaftlern. Herr Fischer-LEscano wird, wenn er wirklich so ein herausragender Wissenschaftler wäre kaum akademisches Interesse an alten Arbeiten von Provinzakademikern gehabt haben, oder?
Ausserdem war Guttenberg kein Wissenschaftler, sondern Politiker, der gemeint hat, man könne den Lebenslauf mit einem Dr. Titel aufpeppen, ignorierend, dass der Dr. Titel heute nur noch in wenigen Fächern für langwieriges wissenschaftliches Arbeiten steht.
kaum zu glauben... sie haben es immer noch nicht begriffen...
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