Das Gehalt spielt dagegen eine geringere Rolle als allgemein angenommen. "Man kann allein durch ein hohes Einkommen nicht langfristig motivieren", sagt Tatjana Fuchs. Allerdings kann man mit zu niedrigen Gehältern Schaden anrichten: "Arbeitgeber können ihre Beschäftigten unheimlich stark frustrieren, wenn sie ihnen ein Einkommen zahlen, dass nach deren Ansicht in keinem adäquaten Verhältnis zu ihrer Leistung steht."
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Eine wichtige Rolle spielt auch der Chef. "Führungskräfte haben einen entscheidenden Einfluss darauf, ob Mitarbeiter Spaß bei der Arbeit haben", sagt Menges. Das betrifft die Aufgabenstellung ebenso wie den Umgang miteinander.
Wie die Inqa-Umfrage zeigt, kann ein guter Führungsstil dauerhaft motivieren. Werden die Mitarbeiter aber mehr schlecht als recht geführt, demotiviert der Chef regelrecht. Der ideale Vorgesetzte pflegt einen respektvollen und anerkennenden Umgang mit seinem Team und unterstützt auch fachlich. Es sei jedoch verkehrt, nur auf die einzelne Führungskraft zu schauen, meint Fuchs. Vielmehr müssten sich die Unternehmen von einer Personalpolitik abwenden, die nur auf Druck setze.
Frustrationspotenzial bieten auch arbeitsorganisatorische Probleme. Wer unter Zeitdruck steht, ständig gestört wird, widersprüchliche Informationen erhält oder sich an nicht funktionierenden Arbeitsabläufen aufreibt, bringt selten noch Begeisterung für den Job auf. Auch die Angst um den Job wirkt demotivierend.
"Unternehmen haben es in der Hand, ob sie motivierte oder frustrierte Beschäftigte haben", sagt Fuchs. Machen sie es richtig, können sie ihre Beschäftigten geradezu beglücken. "Studien belegen, dass es bei der Arbeit zu Glücksgefühlen ähnlich wie bei Extremsportarten kommen kann", sagt Fuchs. Die entscheidende Voraussetzung ist allerdings: Die Beschäftigten haben komplexe Aufgaben, an denen sie wachsen können.
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(sueddeutsche.de)
65. Filmfestspiele Cannes
Aha, zu viel Arbeit stresst, Routinearbeit ist langweilig und der Chef hat einen großen Einfluss auf die Mitarbeitermotivation. Braucht es dafür wirklich eine Studie aus St. Gallen? Wenn die Wissenschaftler dies für so spannend halten, zeigt dies mal wieder den Realitätsverlusst in den Wissenschaften, denn diese Erkenntnisse kann sich wirklich jeder Idiot an einem Finger abzählen.
Zu solchen Themen finde ich die Bücher ehemaliger Führungskräfte sehr viel interessanter, z.B. Winning von Jack Welch (auch wenn man nicht allen Thesen zustimmen muss). Aber die sind wohl nicht wissenschaftlich genug, nehme ich an...
Wenn der Chef nett ist und die Arbeit abwechslungsreich, dann macht es wirklich Spaß. Ich erlebe es gerade zum zweiten mal in einem Job..
Leider ist es aber sonst selten der Fall und oft ist der Chef ein Idiot oder/und die Kollegen sind nicht nett zueinander oder/und es gibt zuwenig Arbeit/eintönige Arbeit..
Das alles kann das Leben sehr erschweren..
das ist ja die großartigste Aneinanderreihungen von Selbstverständlichkeiten, die ich seit langem lesen durfte. was ein warmes Lüftchen!
Wissen tut das jeder, versuchen auch, aber es funktioniert eigentlich nie, weil von außen Druck entssteht und ein neurotischer, paranoiderTrottel in der Chefetage reicht, um alles zu nichte zu machen, was an guten Vorsätze da war.