Spaß statt Stress im Job: Es ist gar nicht so schwer, seine Mitarbeiter zu motivieren. Man muss nur wissen, wie.
Es ist der Traum jedes Vorgesetzten, ein gutes Team zu haben. Engagierte Mitarbeiter, die ihre Aufgaben voller Begeisterung erledigen und gut zusammenarbeiten. Die Realität sieht häufig anders aus. Stress, Zeitdruck, Überstunden: Wer mit Beschäftigten über ihren Job spricht, hört wieder und wieder die selben Klagen.
Chef, Kollegen, Stress: Es gibt viele Gründe im Job mal die gute Laune zu verlieren. Hält der Zustand jedoch an, läuft etwas gewaltig schief. (© Foto: iStockphoto)
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Wie zufrieden oder unzufrieden die Deutschen wirklich sind, schwankt je nach Umfrage. Laut dem Meinungsforschungs-Institut Gallup machen 68 Prozent aller Beschäftigten nur Dienst nach Vorschrift. Mehr Optimismus verbreitet dagegen die Umfrage "Human-Ressource-Monitor" des Beratungsunternehmens Batz und Siegler unter Führungskräften und Mitarbeitern: Demnach haben mehr als zwei Drittel Spaß an dern Arbeit.
Die Initiative Inqa, ein Bündnis aus Arbeitgebern, Gewerkschaften sowie Bund und Ländern wollte es genau wissen und hat gefragt: "Wie oft ist es in den letzten vier Arbeitswochen vorgekommen, dass Sie von ihrer Arbeit begeistert waren?". 4700 Deutsche haben mitgemacht. Mit erschreckendem Ergebnis: 46 Prozent ist Begeisterung für den Job absolut fremd.
Gibt es in der deutschen Arbeitnehmerschaft also eine tiefe Spaltung, auf der einen Seite die Engagierten, auf der anderen die Faulen? Nein, denn entscheidend für den Spaß im Job sind die Arbeitsbedingungen, sagt die Soziologin Tatjana Fuchs, die die Antworten der Beschäftigten ausgewertet hat. "Die Begeisterung für die Arbeit ist kein Persönlichkeitsfaktor. Es gibt strukturelle Faktoren, die dazu führen, dass Mitarbeiter unwahrscheinlich zufrieden sind."
Sie war überrascht, wie wenige von Arbeitsbedingungen berichteten, die ihre persönliche Entwicklung fördern. Dabei ist das eine ganz entscheidende Voraussetzung für Zufriedenheit im Job. Beschäftigte brauchen eine lernfördernde Umgebung, die sie weiterbringt, und Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen. Einen großen Einfluss hat auch, wie abwechslungsreich die Arbeit ist und ob Platz für Kreativität ist.
"Die Anforderungen müssen mit den eigenen Interessen und Fähigkeiten übereinstimmen", sagt Jochen Menges vom Institut für Führung und Personalmanagement der Uni Sankt Gallen. "Dieses Kompetenzerlebnis wird als sehr positiv empfunden." Sind die Anforderungen dagegen hoch, entsteht Stress. Sind sie zu niedrig, ist es auch nichts: Es droht die Langeweile.
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Aha, zu viel Arbeit stresst, Routinearbeit ist langweilig und der Chef hat einen großen Einfluss auf die Mitarbeitermotivation. Braucht es dafür wirklich eine Studie aus St. Gallen? Wenn die Wissenschaftler dies für so spannend halten, zeigt dies mal wieder den Realitätsverlusst in den Wissenschaften, denn diese Erkenntnisse kann sich wirklich jeder Idiot an einem Finger abzählen.
Zu solchen Themen finde ich die Bücher ehemaliger Führungskräfte sehr viel interessanter, z.B. Winning von Jack Welch (auch wenn man nicht allen Thesen zustimmen muss). Aber die sind wohl nicht wissenschaftlich genug, nehme ich an...
Wenn der Chef nett ist und die Arbeit abwechslungsreich, dann macht es wirklich Spaß. Ich erlebe es gerade zum zweiten mal in einem Job..
Leider ist es aber sonst selten der Fall und oft ist der Chef ein Idiot oder/und die Kollegen sind nicht nett zueinander oder/und es gibt zuwenig Arbeit/eintönige Arbeit..
Das alles kann das Leben sehr erschweren..
das ist ja die großartigste Aneinanderreihungen von Selbstverständlichkeiten, die ich seit langem lesen durfte. was ein warmes Lüftchen!
Wissen tut das jeder, versuchen auch, aber es funktioniert eigentlich nie, weil von außen Druck entssteht und ein neurotischer, paranoiderTrottel in der Chefetage reicht, um alles zu nichte zu machen, was an guten Vorsätze da war.