Bei der Einführung von Arbeitszeitsystemen in Unternehmen kommt es daher darauf an, dass die Beschäftigten möglichst regelmäßige Schichten haben und die Arbeitszeiten soweit wie möglich dem biologischen und sozialen Rhythmus folgen.
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Gesundheitliche Beschwerden bei langen Arbeitszeiten. (© )
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Nachreiner weiß aus Erfahrung, dass Unternehmen häufig ihre Mitarbeiter unnötig belasten. Bei einer besseren Einteilung und Planung kämen sie leichter mit den unregelmäßigen Zeiten zurecht. Geradezu "fatal" sei die Ad-hoc-Bestellung von Mitarbeitern wie sie in manchen Callcentern üblich ist. Auf der Webseite der Gesellschaft für Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologie (Gawo) gibt es eine Software, mit der Unternehmen prüfen können, inwieweit ihr Arbeitszeitsystem den gesetzlichen Vorgaben und arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. (Die Demo-Version kann zehn Tage lang kostenfrei eingesetzt werden.)
Die Gawo führt zurzeit auch eine Online-Umfrage zum Thema "Nutzbarkeit von Zeit" durch. Dahinter steht die Überlegung, dass nicht jede Stunde gleich viel wert ist. Momentan wird bei Arbeitszeitsystemen jede Überstunde am Ende eines langen Arbeitstages genauso vergolten wie eine Arbeitstunde am frühen Morgen, wenn sie den Beschäftigten weit weniger belastet. Dasselbe gilt natürlich für die verbliebene freie Zeit: Wer arbeitet, wenn andere schlafen und frei hat, wenn andere arbeiten, kann seine Freizeit weniger nutzen. Erste Auswertungen zeigen, dass Deutschland ganz klar eine "Abend- und Wochenendgesellschaft" ist. Diese Zeiten werden als sozial besonders wertvoll eingeschätzt.
Und was sollen die Beschäftigten tun, die bereits im Kreislauf flexibler und zu langer Arbeitszeiten stecken? Weniger arbeiten. "Die Arbeitszeiten auf ein eträgliches Maß reduzieren und häufiger mal Pausen machen", empfiehlt Nachreiner. Außerdem: "Versuchen, im Rhythmus zu bleiben, und die freie Zeit mit sozialen Aktivitäten ausfüllen."
Eines scheint auf jeden Fall keine Lösung: am Schlaf zu sparen. Zwar behauptet mancher Manager und Politiker mit wenigen Stunden auszukommen, auf Dauer geht das aber nicht gut. "Natürlich kann man seinen Schlaf zeitweise reduzieren. Aber die Frage ist, wie lange man das durchhält. Schlafmangel erhöht das Risiko von Fehlhandlungen", sagt Nachreiner.
Von vielen Arbeitswissenschaftlern gelobt wird dagegen die Siesta. Sie würde die Leistungsfähigkeit viel mehr unterstützen als die berühmte Tasse Kaffee. "Ein Napping zwischendurch kann sehr sinnvoll sein", sagt auch Nachreiner. Allerdings darf man danach nicht sofort wieder an seinen Arbeitsplatz hechten. Nach einem Nickerchen sollte man sich immerhin auch die Zeit nehmen, seinen Körper wieder wach werden zu lassen, um voll einsatzfähig zu sein.
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(sueddeutsche.de)
Gewalt in Syrien
... dass somit Arbeitsplätze blockiert bzw. kaputtgemacht werden!
Bei meinem Arbeitgeber könnten z.B. rund 230 Mitarbeiter neu eingestellt werden für die Monat für Monat beantragten und auch genehmigten überstunden!
Also... wir sollten uns nicht unnötig der Karriere wegen Stress machen, lieber die gewonnene Freizeit mit der Familie, mit Freunden geniessen und somit vielleicht unserem arbeitslosen Nachbarn zu einer neuen Anstellung verhelfen.
@ A Salbei
Das könnte natürlich sein! Daran hatte ich gar nicht gedacht. Vielen Dank für den Hinweis.
@ellini
Sie schrieben in Ihrem Kommentar, dass die durchschnittlich höhere Lebenserwartung von Japanern etwas mit dem höheren Fischverzehr zu tun haben könnte.
Ich denke dagegen, dass eher ausschlaggebend sein könnte, dass Japaner (zumindest bisher) wesentlich weniger Schweinefleisch, Rindfleisch, Wurst, Milch und Milchprodukte als Europäer essen.
Fleisch erhöht der Risiko von:
Darmkrebs
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/254238.html
Magenkrebs
http://www.medizinauskunft.de/artikel/aktuell/2006/04_05_magenkrebs.php
Brustkrebs
http://www.onmeda.de/aktuelles/news/index.html?id=1974
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=26389
http://www.curado.de/krebs/brustkrebs/news/rotes-fleisch-steigert-brustkrebsrisiko-bei-jungen-frauen/
Milch erhöht das Risiko an Osteoporose zu erkranken:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/11/08/200a0101.asp?cat=/medizin/gelenke_knochen
und wird von zwei Drittel aller Erwachsenen nicht vertragen:
http://www.welt.de/print-welt/article708340/Zwei_Drittel_aller_Erwachsenen_vertragen_Milch_nicht.html
Fisch dagegen enthält neben Quecksilber noch andere kritische Stoffe:
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/130025/
Vielleicht liegt die längere Lebenserwartung am hohen Grünteekonsum:
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/250329
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/269625.html
http://www.stiftung-warentest.de/online/essen_trinken/meldung/1262302/1262302.html
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich als ich noch Angestellter war, ein bis zwei Mal pro Jahr eine Erkältung bekam und regelmässig unter Kopfschmerzen litt. Seit ich Privatier bin - seit 3 1/2 Jahren - war ich nicht mehr krank und Kopfschmerzen sind für mich ein Fremdwort. Ich habe auch 8 Jahre lang nach der 40 Std. Woche zusätzlich 20 Std. im Nebenerwerb gearbeitet, was ich jedoch nicht als Belastung empfand, weil ganz andere Körperfunktionen beansprucht wurden. Soviel dazu.
Einer meiner Vorschreiber meinte, dass zwischen der höheren Lebenswartung der Japaner und deren Mehrarbeit ein Zusammenhang bestünde. Dazu muss ich sagen, dass die höhere Lebenserwartung vielleicht - oder sogar ziemlich sicher - eine ganz andere Ursache hat: Japaner ernähren sich deutlich gesünder als Deutsche, z.B. durch eine erheblich höheren Fischverzehr. Japaner sind auch deutlich weniger übergewichtig und trinken kaum Alkohol. Japan hat jedoch eine der höchsten Selbstmordraten unter den Industriestaaten. Wenn man der Logik des Vorschreibers folgen würde, müsste das an dem höheren Fischverzehr liegen - oder an dem geringen Alkoholkonsum. Das ist vielleicht auch die Ursache für die noch geringere Geburtenrate. - Auch sind Japaner überwiegend Buddhisten, woraus man wieder einen Zusammenhang mit Suizidgefahr und Religion schlussfolgern könnte. Dazu fällt mir jedoch eine andere Religion ein, bei denen Alkoholkonsum sogar verboten ist. Also, wenn nicht zwichen Suizidgefahr und Alkoholkonum kein Zusammenhang besteht ...
Als angestellter Architekt kann ich ein Lied davon singen, dass man ohne zusätzliche Vergütung überstunden ableistet z.B. am Wochenende und feiertags. Solange einem das sinnvoll und dem Ergebnis hilfreich erscheint, denke ich, dass diese überstunden nicht weniger effektiv sind, oder der eigenen Gesundheit schaden. Leider gibt es gelegentlich hausgemachten, firmeninternen Mehraufwand, warum auch immer, dann sieht es schon etwas anders aus. Am wichtigsten denke ich, ist auf jeden Fall die Arbeitsmotivation, dass man nicht den Eindruck hat, uninteressante und unnütze Dinge erledigen zu müssen und dann auch noch über die Normalarbeitszeit hinaus. Dazu müssen Mitarbeiter jedenfalls tws. deutlich besser eingebunden werden, von oben angeordnete überstunden sind wahrscheinlich ziemlich uneffektiv. Glücklicherweise arbeite ich in einem Umfeld, in dem nicht der am meisten zählt, der sich den A.... bis tief in die Nacht breitsitzt (was in so manchem Architekturbüro als schick gilt!), so dass mir auch noch genügend Zeit für die Familie bleibt.
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