Schon Grundschüler sollen künftig über den Nationalsozialismus aufgeklärt werden. So wollen es die sozialdemokratischen Bildungsminister.
Die sozialdemokratischen Bildungsminister wollen, dass an deutschen Schulen künftig wesentlich früher als bisher die Grundprinzipien der Demokratie und die Gefahren von Diktaturen vermittelt werden. Damit soll auf die starken Wissensdefizite von Schülern über den Nationalsozialismus und die DDR reagiert und das Bewusstsein für den Wert der Demokratie gefördert werden.
Schulunterricht: In den fünften und sechsten Klassen sollen Schüler fundierte Kenntnisse vor über die beiden deutschen Diktaturen erwerben. (© Foto: dpa)
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Bereits in der Grundschule sollen Kinder künftig die Unterschiede zwischen Demokratie und Diktatur erlernen. In den fünften und sechsten Klassen könnten Schüler dann auch fundierte Kenntnisse der jüngeren deutschen Geschichte, vor allem über die beiden deutschen Diktaturen, erwerben. Die Bildungsminister von Brandenburg, Bremen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Berlin haben jetzt einen entsprechenden Antrag an die Kultusministerkonferenz vorgelegt. Ihr Ziel ist ein bundesweit verbindliches Konzept aller Länder zur "Stärkung der Demokratieerziehung".
Fundierte Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus
Es soll für das Jahr 2009 zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes und zum 20. Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR entwickelt werden. "Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Demokratie beschädigt oder ausgehöhlt wird", heißt es im Antrag der SPD-Minister.
Sie verweisen ausdrücklich auf die hohe Zahl rechtsextremistisch motivierter Straftaten in Deutschland. "Kinder und Jugendliche sollen bereits in jungen Jahren erkennen können, dass demokratische Grundwerte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität niemals zur Disposition stehen dürfen." Schon in der Grundschule soll eine fundierte Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Gewalt und Intoleranz gefördert werden.
Recht auf Mitwirkung
Der Antrag ist auf Initiative von Brandenburg entstanden und schlägt auch vor, dass der Umgang mit der Geschichte der SED-Diktatur stärker in die Aus- und Fortbildung von Lehrern einbezogen wird. Zuletzt wurde, auch von früheren DDR-Bürgerrechtlern, kritisiert, dass die Beschäftigung mit der DDR-Geschichte vernachlässigt werde. Stärker als bisher sollen Gedenkstätten, Museen und Orte, an denen an Menschenrechtsverletzungen und staatliche Gewaltverbrechen erinnert wird, für den Unterricht genutzt werden.
Die Kultusministerkonferenz soll zudem durch Initiativen Kinder und Jugendliche zur Übernahme von Verantwortung in der Schule ermutigen. Dazu müsse das Recht auf Mitwirkung in den Schulen ausgeweitet und besonderes Engagement ausgezeichnet sowie "in Zeugnissen erwähnt" werden.
- Nachhilfe Zum Lernen zu den Rechten 07.10.2008
- Nazis an Hochschulen Stramm rechts im Hörsaal 30.08.2008
- Studie: DDR-Bild von Schülern "Willy Brandt ist aus der DDR" 25.07.2008
(SZ vom 2.12.2008/bön)
Werbelügen der Lebensmittelhersteller
Also 6-10-jährige Kinder so indoktrinieren zu wollen, wenn auch einer der Länderminister
listigerweise anbietet, auch über die DDR zu unterrichten, damit die "Schwarzen" es
eher akzeptieren, das geht zu weit!
Ich sehe gerade den Beitrag von @Obamism v. 1.12.08 hier, dessen Schlußsatz lautet:
"Ein Mechanismus, der auch von den Nationalsozialisten benutzt wurde, über die man
hier aufklären will!" Sehr gscheiter Einwand, Herr "Obamism", richtig erkannt!
Nun, bei Interesse sollten die Eltern aufklären.
NS in der Grundschule?
Das ist wirklich zu hart!
Ich weiß, wovon ich spreche.
Zumindest bis zum Gymnasium oder Hauptschule oder irgendwas muss ein Kind auch Kind sein dürfen.
Wie soll ein Kind derartig Unfassbares verstehen und aushalten können?
NS in der Grundschule erforderte sehr gebildete Eltern.
Davon gibt es zuwenige!
Mein Älterer (8) interessiert sich sehr für diese Thematik. Für ihn wäre es sicherlich schön, wenn er anhand eines so eindrucksvollen Hergangs mit den grundlegenden Fragen deutscher Befindlichkeiten konfrontiert würde.
Man muss da auch nicht mit der ewig öden schlechtes-Gewissen-Debatte kommen, sondern die Chancen in der Aufarbeitung einer unsäglichen Vergangenheit betonen. Das macht Mut und gibt Zuversicht auf die Lernfähigkeit ganzer Völker.
Mit einem altersgemäßen Konzept kann so ein Vorhaben durchaus segensreich wirken.
Genügend Kinderliteratur, welche die Kleinen nicht gleich erschlägt, gibt es zu diesem Thema, pädagogische Konzepte ebenfalls. Zudem sind die Kinder im Alter von acht bis elf Jahren noch nicht so "cool", wie zum Beispiel meine Klassenkameraden, welche die Stunde, in der wir im Bus von Dachau zurückfuhren, mit dem Erzählen von Vergasungswitzen totschlugen.
wieder ne Idee sein die sog. Demokratie in D. etwas modifizieren zu können. So wird dein kleinen schon beigebracht das es damals auch nicht besser war als heutzutage und das genau um solche Überwachungsregime zu vereiteln, man immer schön den Fingerscanner am Eingang nutzen, das Wohnzimmer sauber halten damit man sich bei der heimlichen Ausspitzelung per Kamera nicht blamiert und vor allem immer genug Speicher auf dem PC übrig lässt, das sich der Bundestrojaner noch bequem installieren lässt.
So wird schon das Verständnis für den EngSoz - ähh natürlich der neuen deutschen Demokratie schon rechtzeitig eingehämmert. Alles zum Schutz des Bürgers, des Staates und des Egos des gesamten Innenministeriums.
Nebenbei dürfen natürlich dann auch im Kindergarten die "freiwilligen" Unterrichtsstunden in diesem Thema nicht fehlen, die aber nicht vom Staat finanziert werden (Kein Geld wegen der Stromrechnung für die Kameras etc.) sondern dank freiwilliger Unterstützung verschiedenster Interessensgruppen abgehalten werden können.
P.s. ich wurde schon mal auf der Fähre nach Oslo von einem Norweger den ich vom sehen her kenne gefragt, wieso das bei uns immer noch so gut klappt mit der Nazimasche... Da sollte man mal darüber nachdenken - wenns noch erlaubt ist...
Paging