Salat nur mit der Gabel
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Wer schlau ist, bestellt Gerichte, die er gut bewältigen kann. Der Kampf mit großen Salatblättern zum Beispiel ist nicht zu unterschätzen. Zumal man Salat nur mit der Gabel essen sollte. Nur im Notfall ist es erlaubt, zum Aufnehmen ein Stückchen Brot zu Hilfe nehmen, keinesfalls das Messer. Mit den Händen isst man übrigens in unserem Kulturkreis kaum noch. Hühnerbeine und Scampi sind mit Besteck zu erledigen. Nur wenn eine Fingerschale mit Zitrone gereicht wird, ist das ein deutliches Signal dafür, dass man auch zugreifen darf.
An dieser Stelle kommt die Serviette ins Spiel. Doch Vorsicht. Denn sie ist eigentlich nicht dafür da, die Hände zu säubern. Als Brillenputz- oder gar Taschentuch sollte man sie auch nicht benutzen. Mit der Serviette, die man sich - ausschließlich - auf den Schoß legt, tupft man sich leicht den Mund ab, bevor man am Glas nippt, um dort keine unschönen Fettreste zu hinterlassen. Nach Beendigung des Essens wird die Serviette, auch wenn sie aus Papier ist, nicht zerknüllt auf den letzten Teller geworfen, sondern lose links neben dem Teller abgelegt.
Ehrlich gesagt hat man wenig Chancen, bei Tisch alles auf einmal richtig zu machen, wenn man das Thema bisher eher lässig gehandhabt hat. Empfehlenswert ist es, regelmäßig zu üben, damit der angemessene Umgang mit Messer und Gabel in Fleisch und Blut übergeht. Das heißt: jeden Samstag essen gehen. Den Partner wird's freuen.
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(SZ vom 7.2.2009/bön)
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