Ob Tankgutschein oder Jobticket: Auch wenn der Arbeitgeber nicht zu einer Lohnerhöhung bereit ist, können Angestellte durch geschicktes Verhandeln ihren Verdienst aufstocken. Möglichkeiten gibt es viele.
Wem die Ergebnisse der Gewerkschaft zu wenig sind, muss selbst kämpfen. In direkten Verhandlungen mit dem Vorgesetzten kann sich das Gehalt auch unabhängig von Tarifrunden verbessern. Üblich ist das in Deutschland allerdings nicht: Über vierzig Prozent der Fach- und Führungskräfte haben noch nie über ein außerplanmäßiges Plus gesprochen, wie die Umfrage des Beratungsportals Stepstone zeigt. Damit sind die deutschen Angestellten im europäischen Vergleich am zögerlichsten.
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In Deutschland sind die Löhne im vergangenen Jahrzehnt so langsam gestiegen wie in keinem anderen Land der EU. (© iStock)
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In Gehaltsfragen gilt es den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Am besten eignen sich Gespräche nach erfolgreich abgeschlossenen Projekten. Das empfiehlt jedenfalls Tim Böger, Geschäftsführer von Personalmarkt.de: "Die Habenseite sollte gut gefüllt sein." Wer im Gespräch mit neu gewonnenen Kunden oder verbesserten Bilanzen punkten kann, habe gute Chancen auf einen Zuschlag.
"Kein Chef wird freudestrahlend eine Erhöhung bewilligen", sagt Marco Theisen von der Online-Stellenbörse Stepstone. Darum sei es wichtig, möglichst viel über die wirtschaftliche Lage des Betriebs zu wissen. So ist es etwa nach dem Ende der Kurzarbeit für Gehaltsverhandlungen noch zu früh: "Der Aufschwung sollte im Unternehmen nachhaltig spürbar sein", rät Böger. Hilfreich ist es, vor dem Gespräch seinen eigenen Marktwert zu kennen. "Die Gegenseite kennt die Gehaltsspanne, man selbst weiß oft nur über seinen eigenen Lohn verlässlich Bescheid", sagt Böger. Einige Internetportale zeigen Vergleichsdaten nach Funktion und Region - kosten aber Geld.
Mehr und mehr setzen sich auch jenseits der Vorstandsetagen flexible Gehaltsanteile durch. Die Gehaltssprünge sind dabei vorrangig von der Leistung des Mitarbeiters abhängig. "Wer selbstbewusst ist, kann sich das zutrauen", sagt Theisen. Der Arbeitgeber müsse ja nur im Erfolgsfall mehr zahlen: "Das ist ein Win-Win-Geschäft." Am einfachsten funktioniert das bei Positionen, in denen man die Ergebnisse in der Unternehmensbilanz ablesen kann. "Aber generell kann man bei den Zielvorgaben ruhig kreativ werden", sagt Personalexperte Böger.
Wenn der Vorgesetzte trotzdem nicht über einen Gehaltszuschlag reden will, bleibt der Umweg über sogenannte Sachleistungen. Das kann für beide Seiten von Vorteil sein: Denn von einer Lohnerhöhung um 100 Euro kommen nur 59 Euro beim Arbeitnehmer an - der Arbeitgeber muss aber inklusive Sozialabgaben 121 Euro bezahlen. Das hat der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine ausgerechnet.
Außerdem räumt der Staat großzügige Steuerfreibeträge ein. Zur Kinderbetreuung darf der Arbeitgeber 150 Euro pro Monat zuschießen, für ein Jobticket oder Tankgutscheine bis zu 44 Euro. Fehlt eine Kantine im Betrieb, sind Essensmarken bis zu 5,90 Euro pro Arbeitstag steuerfrei. Ein Firmen-Notebook oder Handy, das man auch privat nutzen darf, kann ebenfalls das Konto des Arbeitnehmers entlasten. Auch einen Dienstwagen kann der Arbeitgeber steuergünstig abschreiben.
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(SZ vom 26.08.2010/holz)
- Fachkraft für Arbeitssicherheit / Gesundheitskoordinator / Sicherheitsbeauftragter (m/w)– Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V., München
- Teamleiter (m/w) im Anzeigenverkauf (B2B)– JS Deutschland GmbH, München
- VERTRIEBSCONTROLLER (m/w) in Süd-Württemberg– Rosita Blaha GmbH Personalberatung, Süd-Württemberg
DFB-Torhüter ter Stegen
Welche Lohnverhandlungen meinten sie denn?Die von Ackermann!In den meisten Firmen gibt es keine Verhandlung!
Ein Lückenfüller. Gibt's noch was Neues?
...die sie da zusammengetragen haben, die jedoch leider mit der Realität nichts zu tun haben. Versuchen sie dieses "tolle Rezept" mal auf kleine und mittlere Angestellte anzuwenden, noch dazu bei einem kleinen Unternehmen. Vergessen Sie's...