Auf die Gehaltsverhandlung sollten sich Mitarbeiter gut vorbereiten. Wer sich das Wohlwollen des Chefs sichern will, sollte jedoch Indiskretion vermeiden.

Der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung sollte gut begründet werden können. Vor einem Gespräch mit dem Chef empfiehlt es sich deshalb, Argumente dafür zu sammeln. Sinnvoll sei, schriftlich zu notieren, was für eine Gehaltserhöhung spricht. Abstrakte und schwammige Begründungen, die der Vorgesetzte leicht aushebeln kann, sollten vermieden werden. Tabu sind auch innerbetriebliche Vergleiche nach dem Motto "Kollege Meier verdient mehr", so der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn. Das zeige nur, dass über Gehaltsfragen mit Kollegen gesprochen wurde. Der Betreffende erscheint dann leicht als indiskret, was seine Chancen auf wohlwollendes Entgegenkommen des Chefs mindert.

Gehaltserhöhung, iStock

Gehaltserhöhung: Erst um Feedback und eine Leistungsbeurteilung bitten, dann über Geld sprechen. (© Foto: iStock)

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Zu Beginn sollte nicht gleich mit der Tür ins Haus gefallen werden. Besser sei, das Thema Geld zunächst nicht anzusprechen, sondern stattdessen um ein Feedback und eine konkrete Leistungsbeurteilung zu bitten. Dabei sollte der Arbeitnehmer sachlich seine Leistungen und besonderen Kenntnisse schildern und beispielsweise auch auf aktuelle Projekte eingehen, die seine Leistungsfähigkeit für das Unternehmen belegen. Ein nächster Schritt ist, den Vorgesetzten um eine Beurteilung der Leistungen zu bitten, rät der Fachverlag.

Kommt der Chef zu einer ganz anderen Einschätzung, ist vorauszusehen, dass er den Wunsch nach einem höheren Gehalt nicht erfüllen wird. Dann sollte das Gespräch auf einen günstigeren Zeitpunkt verschoben werden. Beurteilt der Vorgesetzte die Leistungen ebenfalls sehr positiv und lobt den Mitarbeiter ausdrücklich, kann er schlecht einen Gehaltswunsch ablehnen. Je besser der Vorgesetzte sein Gegenüber zu Beginn beurteilt, desto höher darf dessen Gehaltsforderung ausfallen, so der Verlag.

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa steigt die Zahl derjenigen, die mit ihrem Gehalt unzufrieden sind: Waren es 2004 gut 30 Prozent der befragten Arbeitnehmer, stieg der Anteil 2007 auf mehr als 40 Prozent.

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(dpa/bön)