Gehaltsreport Diese Branchen zahlen am meisten

Ärzte sind mit einem Durchschnittsgehalt von 83 000 Euro die bestbezahlte Berufsgruppe.

(Foto: Robert Haas)
  • Laut aktuellem Stepstone-Gehaltsreport sind die Gehälter in Deutschland 2016 deutlich gestiegen.
  • Medizin- und Chemiebranche zahlen der Untersuchung zufolge am besten.
  • Im Finanzsektor dagegen stagnieren die Löhne.
Von Alexander Hagelüken

Die Deutschen können sich über mehr Geld freuen. Vergangenes Jahr stiegen die Löhne nach Abzug der Inflation um 1,8 Prozent, teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Zunahme war die dritthöchste in den vergangenen zehn Jahren. 2015 waren die Reallöhne mit 2,4 Prozent allerdings noch etwas stärker gewachsen.

Das Lohnplus 2016 lag weniger an der Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer, sondern an der geringen Preissteigerung. Ohne Berücksichtigung der Inflation nahmen die Löhne genauso zu wie im Schnitt der vergangenen Jahre. Die Inflation fiel aber mit 0,5 Prozent nur halb so hoch aus wie im Durchschnitt - real blieb also mehr Geld im Portemonnaie.

Das verheißt für dieses Jahr deutlich weniger Lohnplus. Denn 2017 winken deutlich höhere Preise. Im Januar lag die Teuerungsrate bei fast zwei Prozent. Wie viel genau jemand verdient, hängt aber nicht nur von volkswirtschaftlichen Trends ab, sondern stark von der Entwicklung in einzelnen Berufen und Branchen. Das zeigt der neue Gehaltsreport der Stellenbörse Stepstone über Fach- und Führungskräfte, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Demnach waren Ärzte 2016 mit durchschnittlich 83 000 Euro im Jahr die bestbezahlte Berufsgruppe.

Die Mediziner, für die es 20 Prozent mehr Stellenanzeigen gab, bauten ihren Abstand zu anderen Berufsgruppen aus. Lagen sie im Jahr zuvor nur knapp vor Ingenieuren und Rechtsberufen, folgen diese mit 65 000 sowie 62 000 Euro nun mit Abstand, ebenso Banker und Informationstechniker. Oft mit weniger als 60 000 Euro zufriedengeben müssen sich Berufsgruppen wie Vertrieb, Forschung, Marketing und Einkauf. Bildung, Soziales, Handwerk, Therapie und Pflege landen abgeschlagen mit 40 000 Euro und weniger.

In Großbetrieben sind die Gehälter um ein Drittel höher als in kleinen Firmen

Die Stellenbörse befragte für den Report 60 000 Fach- und Führungskräfte. Durchschnittsgehälter, die Berufsanfänger ebenso einschließen wie erfahrene Kräfte, erlauben natürlich nur eine Annäherung an die Neugierfrage, was der Nachbar oder Kollege wirklich genau verdient. Aufschlussreiches lässt sich trotzdem aus den Daten herauslesen.