Gehälter von Ingenieuren Bescheidener Einstieg, rasanter Aufstieg

Im Laufe ihres Berufslebens können Ingenieure ihre Gehälter zudem beträchtlich steigern. Das zeigt eine Analyse von 28.000 Gehaltsdaten von VDI-Mitgliedern. Projektmanager verdienen demnach im Schnitt bis zu 66.000 Euro, Teamleiter bis zu 70.000 Euro. Am stärksten lohnt sich eine Tätigkeit in den Bereichen Forschung und Entwicklung, EDV, Produktion und Vertrieb.

Auch regional gibt es Verdienstunterschiede. Vor allem in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg werden Ingenieure zurzeit stark gesucht. Dort würden auch höhere Gehälter gezahlt, heißt es beim VDI.

Nach Branchen betrachtet zahlen Unternehmen im Fahrzeugbau und in der Elektrotechnik am besten. Die Biotechnologie, die Medizintechnik und die optischen Technologien, wo viel mit Lasern gearbeitet wird, gelten als Zukunftsbranchen. "Hier ist der nächste Fachkräftemangel schon absehbar", sagt Fuchs.

Selbst für die Sorgenkinder unter den Ingenieuren gibt es gute Nachrichten: Beim VDI heißt es, dass der Bedarf an Bauingenieuren in den nächsten Jahren steigen wird. Momentan liegen die Einstiegsgehälter in Bauingenieurbüros zwischen 26.000 und 35.100 Euro. Projektmanager verdienen zurzeit im Baugewerbe mit 50.400 Euro im Branchenvergleich unterdurchschnittlich.

Zu niedrig

Bleiben noch die Architekten, die ja auch ein ingenieurwissenschaftliches Studium hinter sich haben. Für sie ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiterhin schwierig, auch wenn es im vergangenen Jahr wieder mehr Stellenangebote gab.

Laut Bundesarchitektenkammer sind die Gehälter seit Jahren inakzeptabel. Nach einer unverbindlichen Gehaltsempfehlung des Arbeitgeberverbands deutscher Architekten und Ingenieure beginnen die Einstiegsgehälter bei 2400 Euro monatlich. Nach einer Umfrage der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen verdienen angestellte Architekten in Planungsbüros in den ersten Berufsjahren etwa 31.300 Euro jährlich. Mit mehr als zehnjähriger Berufserfahrung und Leitungsfunktion sind es immerhin fast 47.600 Euro.