Ein traditionelles Rollenverständnis zahlt sich buchstäblich aus - zumindest für Männer: Wer glaubt, Frauen sollten sich um Haushalt und Familie kümmern, hat einer Studie zufolge ein deutlich höheres Gehalt.
Ein traditionelles Rollenverständnis zahlt sich buchstäblich aus - zumindest für amerikanische Männer. Diese haben einer Studie zufolge ein deutlich höheres Gehalt, wenn sie glauben, dass Frauen sich um Haushalt und Familie kümmern sollten.
Dieter Bohlen und Freundin Carina: Wenn sie am Herd steht, verdient er mehr. (© Foto: dpa)
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Die Männer mit einer solchen Sichtweise verdienen pro Jahr durchschnittlich etwa 8500 Dollar (umgerechnet rund 5900 Euro) mehr als jene mit einem moderneren Geschlechterbild.
Traditionelle Rollenverteilung
"Traditionellere Menschen streben vielleicht danach, die historische Rollentrennung von Arbeit und Haushalt zu erhalten", sagt Studienleiter Timothy Judge von der Universität von Florida. Bei den Frauen war die Einkommenssituation genau umgekehrt.
Berufstätige Frauen mit traditionellem Rollenverständnis verdienten im Jahr durchschnittlich etwa 1500 Dollar weniger als jene mit einer stärker emanzipierten Perspektive, wie die Forscher im Journal of Applied Psychology schreiben. Demnach ist also der Gehaltsunterschied zwischen jenen Männern und Frauen besonders groß, die eine traditionelle Rollenverteilung befürworten.
Die mehrmalige Befragung von fast 16.000 US-Bürgern zeigt außerdem, dass junge Menschen im Vergleich zu den Älteren zwar zunächst eine fortschrittlichere Sichtweise haben, mit zunehmendem Alter aber zu einer traditionelleren Perspektive neigen.
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(AP/bön)
Das Ergebnis lässt sich ganz einfach dadurch erklären, dass alle Männer die wenig verdienen darauf angewiesen sind, dass ihre Frau arbeitet. Wer dann dagegen ist wird in permanenten Minderwertigkeitskomplexen leben müssen. Deswegen behaupte ich einfach mal, dass die Leute ihr altes Weltbild behalten, weil sie es sich leisten können, NICHT anders herum. Ich verstehe nicht warum immer so schnell Kausalität gesehen wird, wo wahrscheinlich keine ist...
Entweder die Studie wurde in diesem Text unzulässig stark verkürzt dargestellt, oder die Ersteller der Studie haben eine der einfachsten Grundregeln der Sozialforschung missachtet. Nur anhand einer einfachen Korrelation lässt sich kein Kausalitätszusammenhang bilden!
Woher will man wissen, ob jemand wegen eines bestimmten Rollenverständnisses viel verdient, oder jemand ein Rollenverständniss hat, weil er viel verdient?
Ist es nicht auch plausibel, dass ein dritter Faktor das GEahlt und das Rollenverständniss beeinflusst?