Von Von Nicola Holzapfel

Manche Studenten wollen zum Berufseinstieg 39.000 Euro verdienen. Unbescheiden? Von wegen.

Wirtschaftsstudenten in Deutschland wünschen sich ein stolzes Sümmchen zum Berufseinstieg: Sie rechnen mit 38.000 Euro jährlich. Im europäischen Vergleich ist das nicht gerade bescheiden: Die Deutschen haben die höchsten Gehaltserwartungen. Das zeigt eine Umfrage des Berliner trendence Instituts unter mehr als 12.000 Studierenden in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. Die jungen Spanier geben sich etwa nach ihrem Wirtschaftsstudium mit einem jährlichen Gehalt von 22.600 Euro zufrieden.

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Auch die angehenden deutschen Ingenieure wünschen sich mehr als ihre europäischen Kommilitonen: Sie stellen sich ein Jahresgehalt von 39.000 Euro vor. Dabei haben Studenten beider Fächer ihre Wünsche angesichts der schlechten Wirtschaftslage gegenüber den vergangenen Jahren schon heruntergeschraubt.

Wie der Akademiker-Jahresbericht der Bundesagentur für Arbeit zeigt, hatten es Betriebswirte im Vorjahr auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht. Ihre Arbeitslosenzahl nahm gegenüber 2002 um mehr als 20 Prozent zu und lag damit über der durchschnittlichen Zunahme der Arbeitslosenquote aller Akademiker von etwa 13 Prozent. Dem Bericht zufolge mussten Bewerber Abstriche bei der Vergütung machen.

Auch den Arbeitsmarkt für Ingenieure schätzte die Agentur als schwierig ein. Am besten sah es laut Statistik für Maschinenbauer und Elektrotechniker aus - am schwärzesten für Architekten. Allerdings haben die Forscher eine "Spaltung des Arbeitsmarkts für Bewerber" beobachtet. Verhältnismäßig gute Chancen hätten Absolventen und junge Berufserfahrene gehabt, für ältere Bewerber sah es dagegen "deutlich düsterer" aus.

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