Immer mehr Unternehmen nutzen die Arbeitszeit als Mittel für verdeckte Gehaltskürzungen: Obwohl Angestellte mehr Stunden leisten müssen, erhalten sie nicht mehr Lohn.
Nur in jedem zweiten Unternehmen bekommen Beschäftigte einer Studie zufolge für mehr Arbeit auch mehr Geld. Obwohl viele Betriebe ihre Arbeitszeiten verlängerten, erhalten die Mitarbeiter nur in 37 Prozent der Unternehmen einen vollständigen und in 16,6 Prozent einen teilweisen Lohnausgleich.
Lohnkürzung: Arbeitszeitverlängerungensind für Arbeitgeber billig. (© Foto: ap)
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Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Betriebsräte-Befragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Etwas günstiger sieht es demnach bei Arbeitszeitverkürzungen aus: Hier zahlten zwei Drittel der Betriebe einen Ausgleich.
Eine Arbeitszeitverlängerung zu vereinbaren, sei für Arbeitgeber sehr attraktiv, erklärte WSI-Leiter Hartmut Seifert. Es handle sich dabei nicht um Überstunden, für die Zuschläge gezahlt werden müssten, sondern um längere "normale" Arbeitszeiten. Das spare Kosten. "Die Arbeitszeit wird zunehmend zum Einfallstor für indirekte Lohnsenkungen", kritisierte Seifert: "Würde hingegen die tatsächlich geleistete Arbeitszeit voll bezahlt, würden die Einkommen nicht unbeträchtlich steigen."
Der Studie zufolge haben gut ein Viertel der befragten Unternahmen nach Angaben der Betriebsräte zwischen Anfang 2005 und Herbst 2007 die Arbeitszeiten verlängert, deutlich mehr als in den beiden Jahren zuvor, als noch in 15,5 Prozent der Betriebe länger gearbeitet wurde. Parallel sank der Anteil der Betriebe mit einer Arbeitszeitverkürzung von fast zwölf auf knapp acht Prozent.
Für die Untersuchung befragte das WSI rund 2000 Betriebsräte. Nach Angaben der Stiftung ist die Studie repräsentativ für alle Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten und Betriebsrat. Diese Unternehmen beschäftigen in Deutschland rund zwölf Millionen Menschen.
(AFP/bön)
Union debattiert über Familienpolitik
ist auch nur ein Angestellter. Auf hohem Gehaltsniveau, aber auch nur ein Lohnsklave. Neidisch auf den zu sein ist genauso bescheuert wie neidisch auf den Nachbarn zu sein, weil der sich ein neues Auto gekauft hat. Ackermann und Co haben keine "Schuld". Weder an ihren Gehältern noch an ihren Entscheidungen bezüglich Lebensgrundlagenvernichtung aka Entlassung. Ihre Aufgabe ist es die Rendite der Shareholder zu maximieren. Davon sind sie getrieben. Wenn sie es nicht machen, werden sie selber gefeuert.
Nicht Ackermann und seinesgleichen sind die "Verbrecher". Die sind eher wie "Mauerschützen". Sie folgen Befehlen. Die Aktionäre sind es, die verantwortlich sind.
Die Entwürdigung der arbeitenden Menschen schreitet voran. Immer mehr wird gesetzlich legalisiert, dass für immer mehr aufgezwungene Arbeit immer weniger Lohn gezahlt werden darf.
Es ist ein gesellschaftspolitischer Skandal, dass in einer der reichsten Gesellschaften und Wirtschaftsnationen der Welt durch die Enthemmung unternehmerischer Gewinngier - brav geduldet von den Gewerkschaften - das erfolgreich soziele Gefüge in Deutschland auf den Kopf gestellt worden ist.
Wo die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden und auch der Staat ausgepowert wird bis zum Gehtnichtmehr, stimmen die Koordinaten der einst so erfolgreichen "sozialen Marktwirtschaft" nicht mehr.
Man sollte sich nicht wundern, wenn immer mehr Menschen in unserem Land den Glauben an die Politik und die Politiker verlieren...
oh, super. Ich find Leute klasse die Rechnen können. Können Sie uns dann auch sagen welchen Anteile zur Arbeitslosenversicherung und zur Allgemeinen Krankenkasse der Herr Ackermann beiträgt und was 3000 Kassiererinnen da einzahlen?
Zitat janitos:
Klar:
"Lieblingsfeind" Ackermann:
14 Mio. verdient:macht ca. 6-7 Mio Steuern;
und vergessen
Kassiererin im Supermarkt:
im besten Fall 20T€ verdient: davon 13T€ steuerfrei, macht 2-3T€ Steuern
d.h.: es braucht 2000-3000 Kassiererinnen um das Steueraufkommen von Hr. Ackermann zu erreichen..."
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Genau:
Deshalb müssen Kassiererinnen auch mehr, und Ackermann weniger verdienen
Abgesehen davon ist mir eine Kassiererin lieber, als ein Ackermann.
Dahinter steckt doch ein gutgemeinter pädagogischer Gedanke: er länger arbeitet, hat auch weniger Zeit, sein Geld zu verprassen und kommt so besser über die Runden ;o)
Paging