Gehälter in Deutschland Im Durchschnitt 3127 Euro

Deutsche Arbeitnehmer haben 2008 trotz Krise real mehr verdient als im Vorjahr. Spitzenverdiener finden sich ausgerechnet in der Branche, die Mitschuld an der Rezession trägt.

Die Arbeitnehmer in Deutschland haben zum Jahresende 2008 real mehr verdient. Die durchschnittlichen Bruttomonatseinkommen im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich stiegen im vierten Quartal auf 3127 Euro - 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zugleich verteuerte sich die Lebenshaltung um 1,7 Prozent.

Allerdings sind die Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland beträchtlich: Während vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer im Westen im Schnitt 3246 Euro verdienten, gab es in den neuen Ländern nur 2366 Euro.

Banker sind Spitzenverdiener

Werden Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld eingerechnet, stiegen die Bruttoverdienste sogar um 2,6 Prozent auf 3744 Euro. Über die höchsten Sonderzahlungen konnten sich die Beschäftigten in der Energie- und Wasserversorgung freuen, die 1236 Euro bekamen.

Spitzenverdiener insgesamt waren trotz der Finanzkrise die Angestellten bei Banken und Versicherern, die im Schnitt auf 4032 Euro kamen. Am schlechtesten schnitten Hotelfachleute, Kellner und andere Mitarbeiter im Gastgewerbe mit einem Durchschnittsverdienst von 1906 Euro ab.