Von Nicola Holzapfel

Sie sind Controller, Unternehmensberater oder Marketing-Experten: Was Wirtschaftswissenschaftler verdienen.

Sie arbeiten als Controller oder Personalreferent, als Marketingleiter oder Unternehmensberater. Wenige Akademiker haben ein so breites Einsatzfeld wie Wirtschaftswissenschaftler. Ihre Verdienstmöglichkeiten variieren je nachdem, welchen Berufsweg sie eingeschlagen haben.

Ein paar tausend Euro mehr oder weniger: Was Wirtschaftswissenschaftler verdienen

Von 30.000 bis 100.000 Euro - Wirtschaftswissenschaftler können je nach Tätigkeit und Laufbahn stolze Summen verdienen. (© Foto: dpa)

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Laut der bundesweiten Online-Gehaltsumfrage lohnspiegel.de der Gewerkschaften verdienen Betriebswirte in den ersten Berufsjahren bei kleineren Unternehmen in Westdeutschland 3094 Euro, bei Arbeitgebern mit mehr als 500 Mitarbeitern 3651 Euro. Bei diesen Angaben wird nicht nach Tätigkeiten unterschieden. Mit zehnjähriger Berufserfahrung und in Leitungsposition steigen die Gehälter auf 4253 bzw. 5019 Euro. Dazu kommen Urlaubsgeld, Zuschläge und Provisionen.

Volkswirte verdienen zu Job-Beginn laut lohnspiegel.de spürbar weniger: Einsteiger erhalten 2587 bzw. 3366 Euro. Erst nach zehn Jahren im Job und mit Führungsverantwortung gleichen sich die Gehälter den Betriebswirten an. Sie liegen dann bei 3848 bzw. 5008 Euro.

"Die klassischen Berufsfelder von Betriebswirten, die den weitaus größten Anteil der Wirtschaftswissenschaftler stellen, sind die beiden Bereiche Marketing und Vertrieb sowie Rechnungswesen und Controlling", sagt Dieter Schädiger vom Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb). "Volkswirte arbeiten eher im staatlichen Bereich, bei Verbänden und Kammern oder auch in volkswirtschaftlichen Abteilungen großer Unternehmen."

Wie die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Arbeitsmarktbericht für Betriebswirte schreibt, bessern sich deren Jobchancen. Dennoch hätte manche Hochschulabsolventen Schwierigkeiten einen passenden Einstieg zu finden. Immer mehr Unternehmen würden ihnen Praktika statt feste Arbeitsplätze bieten. Beim bvdb zeigt man sich über diese Entwicklung empört. "Diese Billignummer kann man nur verurteilen", sagt Schädiger. Aber er weiß auch: "Die Firmen sind in der Auswahl sehr kritisch. Es wird schnelle Produktivität gewünscht." Gefragt seien Absolventen mit praktischen Erfahrungen.

Wer einen regulären Job ergattert, kann laut bdvb mit einem Einstiegsgehalt zwischen 30.000 und 40.000 Euro im Jahr rechnen. Nach einer Studie der Personalberatung alma mater, die auf Angaben von 400 Unternehmen unterschiedlicher Größe basiert, liegt das durchschnittliche Anfangsgehalt in Marketing und Vertrieb bei 39.000 bzw. 40.000 Euro. In den Bereichen Personal und Finanzen werden 38.000 Euro gezahlt.

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