Ihr Arbeitsort ist die Welt und ihr Job steht im Dienst der guten Sache: Wie Entwicklungshelfer für ihren Einsatz bezahlt werden.
Entwicklungshelfer arbeiten in den ärmsten Gegenden der Welt, oft unter harten Bedingungen. Immerhin müssen sie für ihren Einsatz nicht unbedingt finanziell darben. Es gibt Jobs, in denen ordentlich verdient werden kann.
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Vor allem der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) sendet Helfer ins Ausland. Für ihn arbeiten etwa 1000 Deutsche bei zeitlich befristeten Einsätzen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Der Großteil hat eine akademische Ausbildung - Ärzte, Agraringenieure, Verwaltungsexperten oder Sozialwissenschaftler. Sie alle arbeiten "ohne Erwerbsabsicht". Das heißt: Sie erhalten statt eines Gehalts ein monatliches Unterhaltsgeld in Höhe von etwa 900 Euro. Doch der DED übernimmt die soziale Absicherung und zahlt Zuschläge, so dass unterm Strich ein Bruttoeinkommen von durchschnittlich 3000 Euro im Monat herauskommt.
Hochschulabsolventen können beim DED in ein 13-monatiges Nachwuchsförderprogramm einsteigen. Sie erhalten dann ein monatliches Unterhaltsgeld von 340 Euro in Deutschland und 770 Euro beim Auslandsaufenthalt.
Doch es gibt auch regulär bezahlte Jobs, etwa bei privaten Entwicklungshilfe-Organisationen. Auch dort braucht man eine große Portion Idealismus, vor allem als Berufsanfänger. Freie Stellen sind rar und nur mäßig bezahlt. Anfänger steigen im Inland mit weniger als 30000 Euro Jahresgehalt ein. Bei einem Auslandseinsatz gibt es kaum mehr, allerdings bleibt mehr davon übrig, sobald das Einkommen nicht in Deutschland versteuert werden muss. Hinzu kommt die höhere Kaufkraft im Land.
Wer mit entsprechender Berufserfahrung für einen Auslandsjob anheuert, kann deutlich mehr verdienen. "Das kann sich verdoppeln, wenn man als gefragter Experte zum Beispiel in den Sudan geht, für den es zurzeit viele finanzielle Mittel gibt", sagt Jörg Maas, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung. Allerdings betont er auch: "Wer in die Entwicklungshilfe geht, achtet nicht nur darauf, möglichst viel zu verdienen. Es gehört die Motivation dazu, in guten Projekten mitarbeiten zu wollen."
Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die im Auftrag der Bundesregierung Hilfsprojekte organisiert, hat zurzeit 1200 Fachkräfte im Ausland. Auch hier müssen sich Einsteiger bescheiden. Mit Hochschulabschluss und erster Berufserfahrung können sie als Projektassistenten oder in so genannte Junior-Positionen einsteigen. Sie verdienen dann rund 2000 Euro brutto. Deutlich besser werden höherrangige Berater bezahlt. Allerdings sind die Anforderungen hoch. Oft werden mehr als zehn Jahre Berufserfahrung in Leitungsfunktionen verlangt. Je nach Position und Einsatz bewegen sich die Gehälter zwischen 3000 und 7000 Euro.
Sehr begehrt sind Jobs bei internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen. Doch der Einstieg ist schwierig. Etwa 40 deutsche Hochschulabsolventen fangen jährlich als "beigeordnete Sachverständige" mit einem befristeten, in der Regel zweijährigen Vertrag an. Sie arbeiten entweder in den Zentralen oder in Feldbüros in Afrika, Asien, Lateinamerika und auch Europa. Bei den Vereinten Nationen erhalten sie laut Bundesagentur für Arbeit ein jährliches Grundgehalt von 38500 US-Dollar. Außerdem werden verschiedene Zulagen und je nach Dienstort ein Kaufkraftausgleich gezahlt. Dazu kommt: Die Bezüge unterliegen nicht der Einkommenssteuerpflicht. Auf einer deutlich höheren Position, etwa als Senior Officer liegt das monatliche Nettogehalt laut Auswärtigem Amt zwischen 8000 und 10000 Dollar.
Doch ob Tätigkeiten ohne Erwerbsaussicht beim DED oder Beamtenpositionen bei den Vereinten Nationen: Wer Jobs in der Entwicklungshilfe zu vergeben hat, kann sich über mangelnde Bewerbungen nicht beklagen. Jörg Maas findet das große Interesse trotz der schwierigen Startbedingungen für den Nachwuchs "ermutigend".
DFB-Torhüter ter Stegen
Der ded und die GTZ sind gute Einstiegsmöglichkeiten, aber auch die Kirchen geben die Chance Auslanderfahrungen zu machen.
Für das obere Segment der Verdienste, das heißt 70,000 Euro pro Jahr und mehr bedarf es allerdings einiger Voraussetzungen:
- Berufserfahrung von 5 Jahren und mehr
- Sprachkenntnisse wie Englisch und/oder Französisch, daneben noch mindestens eine andere wie Suaheli, Indonesisch (man muß damit rechnen, dass die Kenntnisse getestet werden, selbst wenn die jeweilige Sprache für den Einsatz garnicht benötigt wird, jedoch im Lebenslauf steht)
- eine zweite fachlich eindeutige Berufsausbildung, die praktisch umgesetzt werden kann in der Projektarbeit wie beispielsweise eine kaufmännische Lehr mit Buchhaltungskenntnissen für einen Einsatz als Projektmanager
Und dann bewerben, bewerben, bewerben und Frust wegstecken können - 300 Bewerbungen pro Jahr und das seit 25 Jahren, so bekomme ich einen oder zwei Einsätze pro Jahr