Manche Akademiker werden schon zum Berufseinstieg sehr gut bezahlt, andere müssen sich ein Leben lang bescheiden.
Manche Hochschulabsolventen verdienen schon zum Berufsstart so viel wie andere in ihrem ganzen Leben nicht. Sie steigen mit 50.000 Euro, sogar 70.000 Euro Jahresgehalt ein. Die Regel sind diese Traumgehälter zwar nicht, aber sie werden hin und wieder gezahlt. "Die Anforderungen sind dann auch entsprechend hoch", sagt Jürgen Bühler vom Personalvermittler alma mater, der die Verdienste von Berufseinsteigern erhoben hat. Und der "Bewerbermarkt", wie Personalexperten sagen, ist entsprechend eng. Das heißt: Unternehmen konkurrieren um wenige Spezialisten.
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Die meisten Gehälter bewegen sich jedoch der Studie zufolge zwischen 33.000 und 42.000 Euro. Am meisten lässt sich in den Bereichen Vertrieb, Forschung und Entwicklung, Informationstechnik und Fertigung verdienen. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Gehälter deutlich zulegten, gibt es zwar kaum weitere Steigerungen, aber das "hohe Niveau" hält sich. Abstriche müssen nur die Nachwuchskräfte im Marketing-Bereich hinnehmen. Sie werden leicht unterdurchschnittlich bezahlt, ebenso wie Einsteiger in den Bereichen Finanzen, Controlling und Personalwesen.
Für die Studie wurden vom November 2006 bis Februar 2007 knapp 1500 Gehaltsangaben von 286 Unternehmen verschiedener Größe und Branche erhoben. Nach Branchen betrachtet, zahlen Chemie- und Pharma-Unternehmen sowie Arbeitgeber aus dem Finanzwesen am besten. Die niedrigsten Gehälter gibt es im Öffentlichen Dienst und bei Dienstleistungsfirmen sowie bei den Medien.
Die Unternehmensgröße spielt eine große Rolle bei den Verdienstmöglichkeiten. Je kleiner der Arbeitgeber desto geringer sind in der Regel auch die ersten Gehälter. Wer bei einem Groß-Unternehmen einsteigt, kann bis zu 12 Prozent mehr verdienen. Mitunter sind aber auch kleinere Firmen bereit, sehr viel zu bezahlen. Sie reagieren der Studie zufolge schneller auf den Arbeitsmarkt als größere Betriebe. Spüren sie einen Mangel an bestimmten Bewerbern, sind sie bereit auch mal 50.000 Euro oder mehr zu zahlen.
Für Absolventen der Bachelor-Studiengänge hat die Studie ein erfreuliches Ergebnis parat: Sie werden, obwohl sie nur drei Jahre studiert haben, meist nicht schlechter bezahlt als ihre Konkurrenten mit Master- oder Diplom-Abschluss.
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Bei diesem Artikel handelt es sich vor allem um verdeckte Werbung für die Firma (!) alma mater, die gerne gegen entsprechende Vergütung verrät, wie man an o.g. Traumgehälter kommt .Ob's hilft?
Für weitere Informationen können Sie die gesamte alma mater Gehaltsstudie unter www.alma-mater.de herunterladen.
Hallo,
man kann doch nicht eine Sache studieren weil man 15% höheres Gehalt haben möchte, das ist doch sehr blauäugig. Es geht darum herausfinden welche Talente und welches Potential in einem steckt.
Ob der Markt das honoriert ist doch zweitrangig. Es gibt auf jedem Gebiet Leute die viel verdienen weil sie ehrgeizig sind, einige verdienen wenig weil sie eher idealistisch eingestellt sind oder woanders ihre Lebensmitte platzieren.
Dazwischen gibt es alle möglichen Nuancen und Chancen die in keiner Statistik darstellbar sind. Als Entscheidugshilfe kann ich solche Studien keinesfalls ansehen.
Eher andersherum muss es Unternehmen dazu bringen, bei der einen oderen anderen Branche "ein Schippchen" mehr draufzulegen.
Erfolgreich im Beruf ist nur der Abgänger, der studiert hat was ihm liegt. Und wer das noch nicht herausgefunden hat soll bloss nicht irgendwas studieren sondern ganz klar Dinge ausprobieren und auch Mentoren für seine Ausbildung finden.
Dann wird was draus.
flavourit
Die Zahlenkritik mag ja in Teilen berechtigt sein. Dennoch kann die Statistik für einen jetzigen Abiturienten hilfreich sein: Studierst du ein geisteswissenschaftliches Fach, hast du später vermutlich ein kleines Einkommen. Studierst du Ingenieurswissenschaften, hast du nachher mit hoher Wahrscheinlichkeit ein hohes Einkommen.
Es wäre nicht schlecht, wenn diejenigen, die jetzt ihr kleines Einkommen beklagen sagen würden: Ich habe mich damals für das falsche Fach entschieden. Mach du es besser.
Mir ist es ein Rätsel, wie heute noch jemand zB mit Jura anfangen kann und allen Ernstes hofft, nach dem Studium zu den 15% der Absolventen zu gehören, die gut verdienen.
...mal einen richtigen Überblick über Gehälter zu verschaffen.
Ich verdiene nach Studienabschluss gerade mal 27000 EUR - brutto. Und das ist Tarif für ÖD und FH-Abschluss. Die untere Einstiegsgrenze von 33000 EUR erreiche ich vielleicht mit 40 Jahren und nur wenn alles glatt läuft.
Die hier bereits zitierte Sekretärin kann in meinem Alter (ja, studieren dauert und es kostet!) auf ein wesentlich höheres Gehalt kommen. Selbst eine Kassiererin im Einzelhandel würde nach Tarif (!) und einer mit 16 Jahren begonnen Ausbildung, fast soviel verdienen wie ich.
Also mal langsam mit den wilden Pferden. Dazu möchte ich ergänzen: selbst BWL-Absolventen (FH) bekommen den Tarif. Und ich möchte mal behaupten, viele Akademiker verdienen sogar noch weniger.
Wie wäre es denn mal, ebenso populäre Studiengänge wie BWL und Co. beispielsweise Germanistik oder Theaterwissenschaften zu untersuchen? Natürlich inklusive der Untersuchung ob diese Absolventen dann überhaupt in einem adäquaten Beruf arbeiten! Das würde vielleicht viele zukünftige Studenten die Augen öffnen.
Und vor allem den Sozialneid ob der High Society-Akademiker nicht noch schüren.
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