Eine Kündigung wegen 1,30 Euro - das will die gefeuerte Kassiererin Barbara E. nicht akzeptieren. Sie zieht vor das Bundesverfassungsgerichtgericht, um dort für ihre Rechte zu kämpfen.
Die Berliner Supermarkt-Kassiererin, die wegen Unterschlagung zweier Pfandbons im Wert von insgesamt 1,30 Euro entlassen worden war, will den Fall vom Bundesverfassungsgericht überprüfen lassen.
Kündigung wegen eines Stück Bienenstichs: Galerie der absurden Kündigungen. (© Foto: iStock)
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Die Frau, die als "Emmely" bundesweit bekannt geworden ist, reichte am Mittwoch Verfassungsbeschwerde ein, wie ihr Anwalt Benedikt Hopmann in Berlin mitteilte. Der 50-Jährigen war nach 31 Jahren im Beruf gekündigt worden.
Das Berliner Landesarbeitsgericht hatte die fristlose Kündigung Ende Februar für rechtens erklärt und eine Revision beim Bundesarbeitsgericht nicht zugelassen. In einer Beschwerde beim Bundesarbeitsgericht in Erfurt will die Frau nun zunächst erreichen, dass in ihrem Fall eine Revision zugelassen wird.
Solidaritätsbekundungen aus ganz Deutschland
Das Urteil hatte bundesweit Empörung bei Gewerkschaften und Sozialpolitikern ausgelöst. Frühere DDR-Bürgerrechtler sprachen von Klassenjustiz. Die Kassiererin berichtete am Mittwoch, sie erhalte nach wie vor zahlreiche Solidaritätsbekundungen aus ganz Deutschland.
Nach den Worten Hopmanns würde die Verfassungsbeschwerde erst dann greifen, wenn auch das Bundesarbeitsgericht keine Revision zulassen sollte. Um die vorgeschriebene Monatsfrist nach dem letzten Urteil zu wahren, sei aber schon jetzt Karlsruhe angerufen worden.
Hopmann sieht die Kassiererin in ihren Grundrechten verletzt, weil das Landesarbeitsgericht Berlin Fakten wie die Länge ihrer Betriebszugehörigkeit, Alter und Schaden für den Arbeitgeber nicht vertretbar abgewogen habe.
- Urteil im Fall Barbara E. Kündigung wegen 1,30 Euro rechtens 24.02.2009
- Prozess um Kassiererin Ein Leben für 1,30 Euro 23.02.2009
- Nach Urteil im Fall Barbara E. Kündigung auf Verdacht 03.03.2009
- Nach Urteil im Fall Barbara E. Verkäuferin wegen 1,36 Euro entlassen 27.02.2009
- Gekündigt nach Bagatelldelikt Brotbelag gegessen - Mitarbeiter entlassen 09.03.2009
(dpa/bön)
Unnütze Hygienemaßnahmen
als das Unrechtsbewußtsein von Großbetrügern.
Insbesondere scheint das in Neufünfland so zu sein.
Betrug oder Unterschlagung bleibt ein Tatbstand ob der Gegenstand groß oder klein ist . Basta , Genossen !
Ob Sozialbetrug ( hartz IV oder ähnliches) oder Konkursbetrug oder Steuerhinterziehung.
BETRUG bleibt BETRUG !
In den letzten Jahre kristallisiert sich leider immer mehr heraus, dass das Bundesverfassungsgericht die einzig verblienene Instanz ist, die noch nicht komplett von Stasi 2.0 Wahn und menschenverachtenedem Neoliberalismus durchdrungen ist - und deshalb immer häufiger klatschende Ohrfeigen an die Politik verteilt. Die Eilentscheidung zur Vorratsdatenspeicherungen z.B. hat so geklatsch, dass Hr. Schäuble immer noch eine dicke Backe haben müsste. Aber der rollt völlig unbeeindruckt weiter. (Das passiert eben, wenn man jemanden zur "Terror"-Bekämpfung einsetzt, der selbst durch ein Attentat traumatisiert ist. Ähm, sorry, anderes Thema...)
Also: Go Emmely!
Gerade WEIL die Angestellte 31 Jahre dort arbeitete, wollte der Arbeitgeber sie loswerden. Sie wurde schlicht zu teuer. Dieses Muster des Personalabbaus ist weit verbreitet und wird dokumentiert in einem Film, der sich bspw. aus googlevideo finden läßt. Einfach mal discounter und methoden eingeben...
Das Video gibts hier http://video.google.com/videoplay?docid=3614832181015618664
@sachsen-paule
stimme dir im großen und ganzen zu!
aber ich frage mich immer nach den verhältnismäßigkeiten
"... wenn Ihnen jemand etwas klaut, würden Sie dem dann noch ihr Portmonaie anvertrauen?! Ich nicht... "
da muss ich an einen ministerpräsidenten denken, der rücksichtslos eine skipiste runter bricht und dabei eine mutter tot fährt.
der bekommt bei einem geschätzten gehalt von 10.000-12.000 pro monat + div. vergünstigungen, eine strafe von 33.000 +5.000 schmerzensgeld und dann stellt er sich wieder zur wahl!
oder die bänker die milliarden verzockt haben und dann ablösesummen oder boni in millionehöhe haben wollen. selbst wenn sie darauf verzichten haben sie noch millionen im hinterha,lt die sie vorher bekommen haben. mit was haften die? mit ihren guten namen ?
was ist das für ein verhältnis? zu einer kassiererin die hier für 2 was gestohlen haben soll, dafür ihren job verliert und deren existenz damit auf dem spiel steht.
Paging