Sprachunterricht im Kino: Film-Untertitel können beim Erlernen einer Fremdsprache helfen - vorausgesetzt sie sind in der richtigen Sprache.
Untertitel im Kino und im Fernsehen können beim Erlernen von Fremdsprachen helfen, allerdings nur dann, wenn sie in der gleichen Sprache gehalten sind wie der Film. Das folgern Holger Mitterer vom Max-Planck-Institut für Psycholingustik und James McQueen von der Radboud Universität - beide im niederländischen Nijmegen - aus einer Untersuchung an 121 Studenten (PLoS, online).
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Sprachunterricht im Kino: Untertitel können beim Lernen helfen - aber nur wenn sie in der richtigen Sprache sind. (© Foto: iStock)
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Den eigentlich flüssig Englisch sprechenden Studienteilnehmern wurden zuerst Videos vorgespielt, in denen die Schauspieler mit starkem, für Ausländer schwer verständlichem Akzent sprechen. Als Testmaterial diente eine australische Sitcom und Szenen aus dem Film "Trainspotting", in dem die Protagonisten Schottisch sprechen.
Schottisch? Kein Problem!
Danach sollten die Studenten bei 80 vorgespielten akustischen Auszügen aus diesem Material die Wörter identifizieren. Bereits nach 25 Minuten Videosehen erkannten die Probanden deutlich mehr Wörter richtig, wenn die Szenen mit englischen Untertiteln versehen worden waren. Dagegen hatten Untertitel in der niederländischen Muttersprache sogar einen negativen Effekt: Die Studenten erkannten weniger Wörter als die Mitglieder einer Kontrollgruppe, denen die Szenen ganz ohne Untertitel gezeigt worden waren.
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(SZ vom 11.11.2009/holz)
1.) Um mal kurz klugzuschei+en: Nicht ganz,einfach nur Sláinte (mit Fada) zu sagen ist irisches Gälisch (der Fada - sprich "Faßr" also das Strichchen für die Betonung - ist auf dem "a" und nicht auf dem "e", Rhinelander). In Schottland sagt der erste der sein Glas erhebt Slainte Mhath, wer immer dann anstößt sagt Slainte Mhor. Wobei es in Irland im Alltag noch einigermaßen häufig gebraucht wird, in Schottland hingegen entschieden seltner!
2.) Wer bei Trainspotting von sich behauptet alles zu verstehen, sollte sich überlegen, ob er sich nicht was vormacht und sich selbst gegenüber wirklich ehrlich ist! Selbst meine Muttersprachler-Freunde hier verstehen nicht alles, sogar die Schotten unter ihnen. Wobei man auch erklären muss, dass Glaswegian nochmal eine Stufe extremer ist als "normales" schottisches Englisch. Trainspotting ist in der Hinsicht für Schotten was Snatch für Iren ist: Manche Sätze mancher Charaktere sind absichtlich so ausgelegt, dass man sie nicht ganz verstehen kann/soll - das wird leider durch die Übersetzung kaputt gemacht
es gibt ein paar Synchronisationen auf Gälisch, u.a. Southpark, damit die irischen Jugendlichen die in der Schule gelernte Sprache net verlernen...
Schottisch? Trainspotting auf Gälisch, das wäre ja mal was. Slainté!
Soll wohl schottisch gefärbtes Englisch heißen. Ansonsten ist das ja ein gaaanz alter Hut: Warum können praktisch alle Niederländer sehr gut Englisch? Weil es die dumme und meistens sowieso heillos vergaloppierte Synchronisiererei englischsprachiger Fernsehproduktionen nicht gibt, sondern alle im O-Ton mit Untertiteln laufen. Wieder so ein Beispiel für sz-Qualitätsjiournalismus anno domini 2009: Ein Gemeinplatz als Rubrik-Aufmacher. Macht's nur so weiter!