Der französische Staatspräsident will nicht mehr hinnehmen, dass Frauen schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Spätestens in fünf Jahren soll es "Lohngleichheit" geben.

Männer und Frauen sollen in Frankreich nach dem Willen von Staatschef Jacques Chirac für dieselbe Arbeit spätestens 2010 auch dasselbe Entgelt erhalten. Er habe die bürgerliche Pariser Regierung beauftragt, "unverzüglich" ein Gesetzesvorhaben vorzulegen, spätestens in fünf Jahren die "Lohngleichheit" zwischen Männern und Frauen herzustellen, sagte Chirac am Dienstag bei seinem Neujahrsempfang für die französischen Sozialpartner.

Angriff auf die Grundsätze der Republik: Ein Gesetz soll in Frankreich künftig ungleiche Löhne verhindern. (© Foto: photodisc)

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Diskriminierung bei der Einstellung und am Arbeitsplatz sei ein "unerträglicher Angriff auf die Grundsätze unserer Republik und auf unsere wirtschaftliche Dynamik", sagte der französische Präsident. Mit dem geplanten Gesetz soll nach den Worten Chiracs ein Rahmen für Abmachungen in den französischen Unternehmen abgesteckt werden.

Diese Regelungen sollen zahlenmäßige Ziele vorgeben und unter dem Strich gleiche Löhne in spätestens fünf Jahren bringen. Die Sozialpartner rief Chirac auf, dem Beispiel der "Pionierunternehmen" zu folgen, die wirksam gegen Diskriminierung vorgingen. "Der öffentliche Dienst und die öffentlichen Unternehmen müssen beispielhaft sein, um die ganze Vielfalt unserer Gesellschaft anzuerkennen."

Der Kampf gegen Diskriminierung vor allem von Menschen arabischer und schwarzafrikanischer Herkunft zählt seit einigen Monaten zu den Prioritäten der französischen Regierung.

Der Sozialausschuss der Pariser Nationalversammlung hatte vorgeschlagen, Bewerbungsunterlagen in Firmen mit mehr als 250 Angestellten ohne Nennung von Name, Geschlecht, Alter und Nationalität einzureichen und zu prüfen. Auch Bewerbungsfotos sollte es nicht mehr geben. Nach teilweise erregter Debatte lehnte das Parlamentsplenum dies im Dezember jedoch ab.

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(AFP)