Ein Unternehmer hat sämtlichen Nichtrauchern in seinem Betrieb gekündigt. Die Abstinenzler hätten den Betriebsfrieden gefährdet.
Ein Firmenchef aus Büsum in Schleswig-Holstein hat nach einen Zeitungsbericht drei Nichtrauchern gekündigt, weil sie angeblich Unruhe im Unternehmen stifteten. "Raucher sind bei uns nun mal die besseren Angestellten", wird der Firmenchef in der Hamburger Morgenpost zitiert.
Trotzdem gefeuert: Das offizielle Rauchverbot half den Angestellten nicht. (© Foto: ddp)
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Nach Angaben des Blattes handelt es sich um eine Computerfirma mit zehn Angestellten. Die Zeitung zitiert den Chef des namentlich nicht genannten Betriebs mit den Worten: "Die nicht rauchenden Mitarbeiter waren tatsächlich der Meinung, sie hätten Anspruch auf rauchfreie Zonen."
Das habe er mit einer fristlosen Kündigung beantwortet. Die Mitarbeiter arbeiteten auf engem Raum, hieß es. "Wir telefonieren viel und das geht nun mal entspannter mit einer Zigarette", so der Chef.
Mit der Arbeit der gekündigten Nichtraucher sei er zufrieden gewesen, räumte er laut Bericht ein, aber er habe "keine Lust auf Querulanten".
(AP/bön)
Moderne Verwaltung
Kündigungen finde ich grundsätzlich schlecht, denn es geht ja meistens um die Existens, aber mal eine Antwort ist es allemal. Da werden die gehorsamen Gesundheitsapostel und Nichtraucher aufheulen. Bin ja gspannt ob im BGH klügere Leute sitzen als in den Parlamenten und das hirnrissigste Gesetz in dieser Art kippen.
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faktisch wir es so aussehen - der Arbeitsrichter wird die fristlose Kündigung aufheben (möglicherweise mit Schadensersatz). Entweder wird eine ordentliche Kündigung mit dicker Abfindung draus, oder die Mitarbeiter lassen sich in Zukunft das Leben zu Hölle machen (und gehen von selber, bzw. werden wegen jeglichem Hühnerpups abgemahnt, mit darauffolgender Kündigung).
Die Durchsetzung des Rauchverbots wird solange die Mitarbeiter noch dabei sind umgesetzt - und wird wahrscheinlich solange die drei noch dabei sind auch geachtet (die Ordnungsgelder sind ja doch recht hoch).
Ab dann wird es doch sowieso ignoriert.
Insgesamt ist es eine traurige Geschichte über den moralischen Zustand des Unternehmens, des Chefs und der Gesellschaft.
Dat is ne lustige Nachricht. Hat einen richtigen Unterhaltungswert.
Ich wünsche mir in den bundesweiten Stellenanzeigen künftig Folgendes:
Dummdidum (m/w, gerne Raucher, trotzdem kreativ, rotzfrech, leistungsstark und innovativ) wird gesucht für folgende Tätigkeit...
Das hätte was.
O.k. ich hatte in Jugendjahren Gitanes ohne (die mit Maispapier) geraucht. Daher dieser unverschämte Leserbrief. Mea culpa.
Den ehemaligen und nichtrauchenden Arbeitnehmern wäre aus juristischen Gründen der Schritt vor das zuständige Arbeitsgericht zu empfehlen:
1. Haben die Arbeitnehmer gemäß Arbeitsstättenverordnung ein Recht auf einen qualmfreien Arbeitsplatz. Der Chef muss dem entsprechen.
2. Hat der Chef kein Recht, die Kündigungen auszusprechen. Schon gar nicht fristlos. Dies würde nämlich Tatbestände wie Beleidigung, Diebstahl... erfordern.
Was wird der Arbeitsrichter entscheiden?
a. Kündigung aufheben
b. Schadensersatz vom Chef
c. Rauchverbot einrichten
Ob das nun die Stimmung im Betrieb hebt oder nicht - Gesetz ist Gesetz und in diesem Fall aus gutem Grund.
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