Volle Auftragsbücher, Arbeit bis zum Anschlag - und zwischendrin ein Kollege, der nur das Nötigste tut. Unter faulen Mitarbeitern leidet das ganze Team. Dennoch sind sie nur schwer loszuwerden.
Volle Auftragsbücher, Arbeit bis zum Anschlag und zwischendrin ein Kollege, der nur das Nötigste tut. Solch faule Kollegen, auch "Low Performer genannt, sind eine große Last. Und doch sind sie nur schwierig auf die Straße zu setzen.
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Bloß nicht arbeiten: Faule Kollegen sind nur schwer auf die Straße zu setzen. (© Foto: ddp)
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Eines der großen Probleme bei den Low Performern ist die eigene Einstellung: "Die wenigsten Leute würden sich selbst als faul bezeichnen - doch Fremdbild und Selbstbild gehen da meistens sehr weit auseinander", sagt Doris Brenner, Karriereberaterin aus dem hessischen Rödermark. "Als faul würde ich einen Kollegen bezeichnen, wenn er seine Aufgaben oder seinen Part im Rahmen der Teamaufgabe bewusst nicht erfüllt, obwohl er das von seinen Fähigkeiten her könnte", sagt sie.
Gegebenenfalls den Chef informieren
Faulheit habe auch mit der Einstellung zur Arbeit zu tun. "Jemand der sich bemüht, aber aufgrund seiner Fähigkeiten die Leistung nicht erbringen kann, würde ich hingegen nicht als faul bezeichnen." Problematisch könne auch sein, dass ein Low Performer von einem Team mitgezogen wird und sich nicht für seine mangelnde Leistung rechtfertigen muss.
Das ist nach Ansicht der Karriereberaterin nicht die ideale Strategie: "Arbeitet ein Fauler in einem Team, sollte es zusammenstehen und deutlich machen, dass es den Faulen nicht länger mitzieht und gegebenenfalls den Chef informiert." Viel hängt in einem solchen Fall von der Führungskraft ab - zumindest, wenn das Problem bekannt ist. "Bei einer guten Führungskraft, die ihre Mitarbeiter richtig einsetzt und gute Rahmenbedingungen schafft, wird man nur selten faule Mitarbeiter finden", meint Brenner.
Langeweile statt Ausgebranntsein
Die seien hingegen oft in Unternehmen, in denen Kollegen mobben, Mitarbeiter gefrustet und lustlos sind und keine interessanten Aufgaben haben. "Bore-out" heißt dieses Syndrom im Gegensatz zum Burnout - Langeweile statt Ausgebranntsein. Häufig seien das Bereiche, die wenig Veränderung erleben, in denen die Mitarbeiter alles "schon immer so gemacht haben" und sich in ihrer Position sehr sicher fühlen.
Die Langeweile führt in diesen Fällen nicht nur zu Faulheit, sondern kann noch ganz andere Folgen haben - Intrigen etwa. "Die Intrige aber ist die höchste Form der Schädigung", sagt der Karriereberater Jürgen Hesse aus Berlin. Tratsch und Gerüchte gehörten zwar zum Büroalltag - doch Intrigen hätten das Ziel, eine Person herabzusetzen und ihr zu schaden. "Man will jemand anderen damit ausbooten", sagt Hesse. Es seien nicht immer die Stärksten, die das machten - "aber auch nicht die Schwächsten".
Auf der nächsten Seite: Was die Arbeitsgerichte zum Umgang mit faulen Mitarbeitern sagen - und wie sie sich bemühen Intrigen zu spinnen, um nicht aufzufallen.
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Zitat Anfang: "... @ SandraBeltane: da ist er wieder
der alt-marxistische Unsinn, der die Rolle des schwarzen Peters IMMER den Arbeitgebern und Chefs (die meistens ja auch Angestellte sind) zuschiebt, während die Arbeitnehmer, oder in Ihrer Sprache gesagt: die Proletarier, natürlich DIE GUTEN sind.
Dümmliche schwarz-weiss-Malerei !...." Zitat Ende.
Was veranlaßt Sie mich in die Nähe von Alt-Marxisten zu rücken?
Sie versteigen sich in Ihrem Beitrag zu platter Polemik, weder kennen Sie meine Einstellung noch wissen Sie was ich beruflich tue und werfen mir vielmehr Dümmliche Schwarz-Weiss-Malerei vor....
Sie werfen mir Ihre eigene, mehr als schlichte Denkweise vor. Differenzieren gehört offenbar nicht zu Ihren Stärken - aber kritische Stimmen als "alt-marxistiisch" beschimpfen, das ist schon eine Errungenschaft.
Ich denke, jeder hat das Recht sich zu blamieren, was Ihnen eindrucksvoll gelungen ist.
Ich teile Ihnen hiermit ausdrücklich mit, daß Sie sich in meinen Augen für jegliche Diskussion disqualifiziert haben.
Und jetzt husch husch ab zu Ihrer Burschenschaft, tanken sie getrost so viel Bier nach bis es zum Niveau Ihres Beitrages passt.
Schreibt doch lieber über die echten low performer. Vorschläge Wieandt, Funke, Nonnenmacher. Wenn man Kollegen jetzt schon als Parasiten bezeichnen darf, darf man oben genannte als ? bezeichnen?
Da wäre der Aufschrei groß. Merkt ihr was? Wir Angestellten dürfen uns mit diesem Jargon überziehen lassen und keiner muckt mehr auf. Was ist nur los???
Liebe SZ, es reicht bereits, dass INSM und andere Minderbegabte Menschen nicht mehr als solche bezeichnen, sondern im Neusprech als Schmarotzer, Leistungsträger etc.
Reiht euch nicht auch in diese Reihe ein. Die Überschrift stößt ab und ich frage mich, warum ihr auf Nazi-Jargon zurückgreifen müsst? Pisa? Gedankenlosigkeit? Verinnerlichter Sozialdarwinismus?
Ich war jahrelang mit einem Kollegen konfrontiert, der das Selbstbild hat, ein absoluter High Performer zu sein, schließlich hat er Hunderte von Überstunden.
Diese Überstunden trägt er wie eine Monstranz vor sich her.
Und selbstverständlich ist er der Einzige, die in dem ganzen Laden überhaupt etwas arbeitet und den Durchblick hat.
Genauer beleuchtet relativieren sich diese Überstunden jedoch sehr - nämlich über JAHRE aufgebaut und einen üppigen Teil der Arbeitszeit damit verbracht, sich bei allen möglichen Kollegen über seinen Stress und die vielen Überstunden zu beklagen sowie die täglichen Mittagspausen viertel- und halbstundenweise zu verlängern.
Dazu ist der werte Herr auch noch bemerkenswert unorganisiert und kümmert sich lieber um die Aufgabengebiete seiner Kollegen, als seine eigene Arbeit zu tun. Dafür müssen dann die Kollegen ran, um eben diese Arbeit mit zu erledigen.
Allerdings wird er von den Vorgesetzten durch seine ständige Trommelei und den berühmten "Nasenfaktor" eher als Leistungsträger gesehen als das, was er wirklich ist, nämlich ein getarnter Faulpelz, der auf Kosten von anderen lebt.
So lange mein Chef so tut, als würde er mich anständig bezahlen, tue ich so, als würde ich anständig arbeiten.
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