Der deutschen Wirtschaft fehlen nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) rund 400.000 Fachkräfte. Viele Unternehmen wollen deshalb gezielt im Ausland nach Arbeitskräften suchen.
Der deutschen Wirtschaft fehlen nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in diesem Jahr rund 400.000 Fachkräfte. Ein Drittel der Unternehmen könne derzeit offene Stellen zumindest teilweise nicht besetzen, erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martins Wansleben am Mittwoch in Berlin. Dies sind doppelt so viele wie noch im Herbst 2005. "Deutschland gehen dabei vor allem Techniker aus", so Wansleben.
MAN sucht Fachkräfte: Der Kraftfahrzeugbau ist vom Mangel an qualifizierten Mitarbeitern besonders betroffen. (© Foto: dpa)
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Besonders exportstarke Industriezweige seien vom Fachkräftemangel stark betroffen. Im Maschinenbau hätten zwei Drittel der Betriebe Schwierigkeiten, geeignete Kandidaten für ihre offenen Stellen zu finden. Kaum geringer seien die Probleme in der Medizin- und Elektrotechnik, im Kraftfahrzeugbau und in der Pharmazie.
Grundlage der Ergebnisse sind knapp 20.000 Antworten von Unternehmen auf eine Umfrage des DIHK. In den technischen Berufen fehlt es den Betrieben demnach an Akademikern genauso wie an Facharbeitern. 54 Prozent der Betriebe dort berichteten von einem Mangel an Ingenieuren und Facharbeitern, in der Industrie seien es sogar 83 Prozent und in der Bauwirtschaft 76 Prozent.
Innovative Branchen suchen Akademiker
Als Branche am stärksten betroffen sind die Zeitarbeitsunternehmen. Dort gaben 90 Prozent der Betriebe an, nicht ausreichend passende Bewerber zu finden. Wie die Umfrage weiter ergab, werden über die Breite der gewerblichen Wirtschaft betrachtet sogar mehr Facharbeiter gesucht als Ingenieure. Insbesondere in innovativen Branchen mangele es aber vergleichsweise viel an Akademikern.
Als Reaktion auf den Mangel wollen die Unternehmen laut DIHK selbst aktiv werden. Knapp 60 Prozent der Unternehmen gaben an, in der Zukunft vermehrt selbst auszubilden. Über die Hälfte der Betriebe wolle außerdem ihr Engagement in der Weiterbildung ausbauen.
Außerdem wollen deutlich mehr Firmen das Potenzial Älterer nutzen: Knapp 30 Prozent und damit fast doppelt so viele wie vor zwei Jahren planen, vermehrt ältere Arbeitnehmer zu beschäftigen oder einzustellen. Etwa jede siebte Firma will außerdem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern, um Eltern leichter in Jobs zu bringen. Elf Prozent der Unternehmen wollen künftig gezielt im Ausland nach Arbeitskräften suchen.
Derweil kletterte der Stellenindex der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit BA-X mit 233 Punkten auf ein neues Rekordniveau. Dies belege, dass weiterhin viele Unternehmen einstellen wollen, erklärte die Behörde am Mittwoch in Nürnberg. Derzeit dehnten die Betriebe besonders über Online-Medien ihre Suche aus.
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(AFP/bön)
DFB-Torhüter ter Stegen
... um Unverstand hinausgehauen müsste man jetzt nicht suchen.
suche ich einen grünen Porsche für 25 Euro, oder einen roten für 20 Euro. Aber keiner in Deutschland ist in der Lage mir einen zu verkaufen! Ich versteh das nicht ! Sind die alle zu bl@d dazu?
Wie kommen die großartigen Unternehmer hier eigentlich zu der Meinung, die ausländischen Fachkräfte würden gerade ins Niedriglohnland Deutschland gehen, wenn sogar mittlerweile die Spargelstecher schon einen Bogen um die NEUE ARMUT hier machen, bzw. die dt. Fachkräfte ans Auswandern denken?
...muß ein kasachischer Ingenieur für einen Euro die Straßen fegen.
Also, die "Ausländer" sind schon da, und das geforderte Bildungsniveau auch. Bedeutet also...
Wieso sind in diesem Forum eigentlich soviele Menschen verbittert? Man kann eh nicht viel aendern. Also wuerde ich doch vorschlagen, einfach den "Spiess umzudrehen". Wenn man in Deutschland keinen Job findet - wir leben in einer globalen Gesellschaft. Und es ist nicht nur das Kapital, das global agieren kann. Ich lebe seit geraumer Zeit im Ausland und kann eigentlich nur bestaetigen, dass man mit einer gescheiten deutschen Ausbildung (sei es Uni/FH, duale Ausbildung etc.) im Ausland sehr viel erreichen kann.
Insbesondere amuesiert es mich immer wieder in diesem Forum (obwohl an anderer Stelle), die Aufregung ueber die Managergehaelter zu lesen. M. E. sind gerade in Deutschland die Gehaltsunterschiede zwischen Geringqualifizierten und Managern geringer, als in anderen Laendern. Das heisst aber auch, dass man als Besserqualifizierter (z.B. Akademiker), in Deutschland unterverhaeltnismaessig verdient. Daher interessiert es mich hier im Ausland als Angestellter auch nicht, dass mein "Vorstandsvorsitzender" (in Anfuehrungszeichen, da ich bei einer Partnergesellschaft taetig bin) ein paar Millionen Euro verdient, da man als normaler Angestellter auch Ende 20 schon Einkoimmen im 6 stelligen Bereich erzielt (und nicht erst Anfang 50, wie in den allermeisten deutschen Betrieben).
Noch vor einigen Jahren haben diese hirnlosen Manager die Techniker gefeuert. Die drei Monatsabrechnung für die Börse war ihnen wichtiger, als die Entwicklung von neuen Produkten, Verbesserungen an den Produkten oder Ausbildung junger Menschen. Wer diesen Personen noch glauben schenkt, ist selber schuld.
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