Von Nicola Holzapfel

Der Wettbewerb um den Titel Elite-Uni geht in die zweite Runde. Am Freitag stehen die nächsten Verlierer fest.

1,9 Milliarden Euro ist die Exzellenz-Initiative schwer. Mit dem Förderprogramm unterstützen Bund und Länder die deutschen Hochschulen. Bei der ersten Ausschreibung haben sich die Uni Karlsruhe, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität München den Titel Elite-Uni geholt. Insgesamt an 22 Hochschulen werden außerdem Graduiertenschulen für Promovierende und praxisnahe Forschungseinrichtungen gefördert.

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Geförderte Hochschulen nach der ersten Auswahlrunde der Exzellenz-Initiative. (© )

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Während sich die Verlierer der ersten Runde noch die Wunden leckten, sind bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft bereits die Anträge für die zweite und letzte Ausschreibung eingegangen. An diesem Freitag wird sich nun entscheiden, welche Hochschulen weiterhin im Rennen bleiben.

Als zukünftige Elite-Uni haben sich 27 Hochschulen beworben. Für die Graduiertenschulen und die so genannten Exzellenzcluster, also Forschungseinrichtungen, die mit der Wirtschaft kooperieren, sind 278 Projektvorschläge eingegangen.

Für die Bewerber steht viel Geld auf dem Spiel. Für die Elite-Unis sieht die Exzellenz-Initiative 210 Millionen Euro pro Jahr vor. Eine geförderte Graduiertenschule erhält im Schnitt eine Million Euro jährlich, an ein Exzellenzcluster fließen durchschnittlich 6,5 Millionen Euro jährlich. Das Programm läuft bis zum Jahr 2011.

Das Auswahlverfahren verläuft in zwei Stufen. Am Freitag Nachmittag entscheidet sich, welche Hochschulen ihre Anträge konkretisieren dürfen und welche keine Chance auf eine weitere Teilnahme haben.

Die Wahl trifft eine Kommission des Wissenschaftsrates und der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der vor allem ausländische Wissenschaftler angehören. Einziges Kriterium sei die "wissenschaftliche Exzellenz", betonte Bundesbildungsministerin Anette Schavan bei der ersten Auswahlrunde im Oktober vergangenen Jahres. Regionale Gesichtspunkte würden keine Rolle spielen.

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(sueddeutsche.de)