Von Von Alexandra Straush

In Europas Raumfahrtbehörde ESA sind Deutsche unterrepräsentiert - das verbessert ihre Einstiegschancen.

Melanie Schabe macht einen Job, an dem auf den ersten Blick nichts besonders aufregend ist. In der Abteilung System Support kümmert sie sich darum, dass die Computer in der Firma reibungslos funktionieren. Der Teufel liegt jedoch im Detail: Während bei anderen Unternehmen vielleicht mal ein Textverarbeitungsprogramm oder eine Datenbank abstürzen, kann hier im Ernstfall die Steuerung eines Satelliten fehlschlagen.

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Die 26 Jahre alte Mathematikerin aus Mainz arbeitet bei der ESOC, dem Europäischen Raumflugkontrollzentrum in Darmstadt. Die Großrechner, die sie betreut, überwachen unter anderem Start und Betrieb der Flugkörper, berechnen Korrekturmanöver oder steuern den Betrieb der Nutzlasten. Damit nichts schief geht, versucht Schabe als Teil einer Arbeitsgruppe die Abläufe in der Abteilung zu optimieren. Was passiert, wenn Hardware oder Software versagen? Und wie kann die Abteilung möglichst schnell und effektiv auf das Problem reagieren?

Eine Insel der Weltläufigkeit

Kostspielige Pannen zu vermeiden ist auch die Aufgabe von Volker Lindner. Der 28-jährige Maschinenbauer hat sich während des Studiums an der Universität München auf Luft- und Raumfahrttechnik spezialisiert. Im niederländischen Noordwijk prüft er Satelliten auf Herz und Nieren, bevor sie auf ihre Umlaufbahn geschossen werden. Im Testing Department des Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrum ESTEC kämpft er mit einem hydraulischen Shaker. Diese Maschinerie rüttelt Satelliten nach allen Regeln der Kunst durch, um zu überprüfen, wie sie die Misshandlung verkraften. Leider funktioniert das Kontrollsystem nicht zuverlässig, die Apparatur liefert falsche Messdaten - und das muss sich ändern.

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