Ein denkbar knappes Ergebnis: Mit einer Mehrheit von nur 55 Prozent hat die Gewerkschaft Verdi dem Tarifvertrag für kommunale Kitas zugestimmt.

Der Tarifstreit für Beschäftigte in kommunalen Kindertagesstätten ist endgültig beigelegt. Mitglieder der Gewerkschaften Verdi und GEW nahmen in Urabstimmungen das Ergebnis der Verhandlungen an, wie die Arbeitnehmervertreter am Freitag mitteilten. Allerdings fiel das Ergebnis bei Verdi mit 55 Prozent knapp aus. Bei der GEW betrug die Zustimmung 84 Prozent.

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Einigung im Kita-Streik: Erzieherinnen erhalten künftig monatlich 120 Euro mehr. (© Foto: dpa)

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Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich Ende Juli auf einen Tarifkompromiss. Die rund 220.000 Erzieher und Sozialpädagogen sollen damit mehr Geld und einen besseren Gesundheitsschutz erhalten. Nach Arbeitgeberangaben bekommen die Beschäftigten monatlich bis zu 150 Euro mehr. Dem Ergebnis gingen wochenlange Streiks in ganz Deutschland voraus, die die Geduld vieler Eltern strapazierten.

Verdi -Verhandlungsführer Achim Meerkamp sagte zu dem Abstimmungsergebnis: "Trotz vorhandener Kritik ist die Mehrheit der betroffenen Mitglieder für die Annahme des Ergebnisses." Seine Kollegin von der GEW, Ilse Schaad, erklärte, die Beschäftigten hätten einen realistischen Blick auf das hart erkämpfte Ergebnis.

Verdi kündigte zugleich an, die Kampagne "Chancen fördern - Anerkennung fordern" weiterzuführen. "Wir werden die Arbeitgeber und die Politik nicht aus der Verantwortung für eine höhere Anerkennung der sozialen Berufe entlassen", erklärte Meerkamp. Dazu gehörten eine höhere Aus- und Weiterbildungsbildungsqualität sowie eine bessere Personalausstattung in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe.

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(AP/bön)