Von Von Stefan F. Gross

Wie wir unsere Kräfte richtig dosieren, am besten mit Niederlagen umgehen und das Private schützen. Stefan F. Gross antwortet auf Leserfragen zum Thema Lebenserfolg.

Wie kann man seine Kräfte optimal dosieren?

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Drei Regeln. Erstens: Analysieren Sie, was Ihnen überhaupt an Kräften zur Verfügung steht. Zeitlich? Von Ihrer Energie und Schaffenskraft her? In Bezug auf die Unterstützung durch Dritte? Finanziell?

Zweitens: Konzentrieren Sie sich mit diesen Ressourcen auf das, was in Ihrem Leben wirklich wichtig für Sie ist. Vergeuden Sie also Ihre Zeit und Kraft nicht mit Nebensächlichkeiten. Überlegen Sie vielmehr, welche Menschen, Ziele, Aufgaben und Tätigkeiten für Sie oberste Bedeutung haben und richten Sie Ihre Kräfte entsprechend aus.

Drittens: Überlegen Sie immer, was Sie mit einer bestimmten Aktion oder Handlung in Wahrheit erreichen. Bringt Sie Ihnen tatsächlich den gewünschten Fortschritt? Ist sie überhaupt erforderlich? Was gibt es für Alternativen? Lohnt sich also der Einsatz Ihrer Kräfte auf diesem Feld oder gibt es bessere Möglichkeiten?

Ist Ärger nicht auch manchmal angebracht?

Ja! Ärger hat durchaus auch Vorteile. Einer besteht darin, dass Ärger bei einem selbst auch Kräfte freisetzt. Je häufiger man sich über eine bestimmte Angelegenheit ärgert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwann doch zur Tat schreitet und die erforderlichen Veränderungen vornimmt.

Zudem gibt es immer wieder Situationen, in denen es sehr wohl angebracht ist, einem anderen zu zeigen, wie unangemessen und "ärgerlich" man sein Verhalten findet. Aber - und darauf kommt es an - völlig fortreißen lassen sollte man sich von seinem Ärger nie. Bei allem Ärger kühlen Kopf bewahren und den anderen niemals beleidigen oder verletzen, so lautet die Regel!

Was tun, wenn man gerade eine schlimme Niederlage erlitten hat?

Hier gibt es eine Reihe von Empfehlungen. Erstens: Man sollte sich klar machen, dass man sich in einer gefühlsmäßigen "Schockphase" befindet und die Dinge weit negativer bewertet, als sie in Wahrheit sind. Man muss also wissen, dass bereits wenige Tage ausreichen, um zu einer Sicht zu kommen, die weniger pessimistisch ist.

Zweitens: Versuchen Sie zu analysieren, welche Wirkung die (vermeintliche) Niederlage in Wahrheit hat - sind die Folgen tatsächlich so negativ oder gibt es vielleicht sogar positive Nebenwirkungen? Drittens: Denken Sie in einer solchen Situation daran, dass Rückschläge ein Teil der Normalität sind. Jeder Unternehmer, jeder Politiker, jeder Sportstar hat in seinem Leben bereits die größten Niederlagen erlitten. Sie sind also nicht der Einzige! Viertens: Betrachten Sie die Ursachen und überlegen Sie, was Sie beim nächsten Mal anders und besser machen können. Nutzen Sie also den Vorfall als "Ideenauslöser" für Ihr künftiges Handeln. Und fünftens: Motivieren Sie sich selbst. Machen Sie eine Liste mit den Dingen, die Sie erreicht haben, auf die Sie stolz sind und über die Sie sich freuen können.

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