Spannendes Finale: Diesen Freitag werden die Gewinner im Elite-Wettbewerb verkündet. Zehn Hochschulen kämpfen um den Titel.
Ob Annette Schavan, wie die Moderatoren bei der Oscar-Verleihung, erst eine lange Sprechpause machen wird, bevor sie die Gewinner verkündet?
Studenten der Humboldt-Universität sitzen in Berlin im Friedrich-Kopsch-Hörsaal an der Charite-Universitätsklinik (© Foto: ddp)
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Hoffentlich nicht, die Spannung ist ohnehin riesig, wenn die Bundesforschungsministerin an diesem Freitagnachmittag die ersten Sieger im Elite-Wettbewerb der Universitäten bekannt gibt.
Nicht nur im Saal K1 des Wissenschaftszentrums in Bonn, in dem sich auch die Vertreter der Länder und die Spitzen des Wissenschaftsrats und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) versammeln, wird die Aufregung groß sein.
Die DFG überträgt die Siegerehrung im Internet, an den Unis werden Forscher und Rektoren gebannt auf Leinwände und Monitore blicken. Es sind sogar, zum Beispiel in Freiburg, Wahlpartys geplant.
Bei aller Nüchternheit, die Professoren sonst auszeichnet, wird am Freitagabend so manche Flasche Sekt geöffnet werden.
Mit dem Wettbewerb, der offiziell "Exzellenzinitiative" heißt, wollen Bund und Länder die Spitzenforschung an den deutschen Hochschulen fördern. Bis 2011 sollen dafür 1,9 Milliarden Euro an die Unis verteilt werden; 75 Prozent der Kosten trägt der Bund, den Rest übernehmen die Länder.
Weil nur die Besten Geld bekommen sollen, haben DFG und Wissenschaftsrat voriges Jahr im Auftrag der Politik einen Wettbewerb gestartet, der die Unis gehörig in Schwung gebracht hat. Der Wettkampf der Wissenschaftler folgt umfangreichen Regeln.
Die Disziplinen:
Es gibt drei "Förderlinien". Wie im Sport geht es um unterschiedliche Disziplinen. Die Unis konnten Anträge einreichen erstens für "Graduiertenschulen", in denen Doktoranden ausgebildet werden.
Zweitens werden "Exzellenzcluster" prämiert. Damit sind große, aber thematisch begrenzte Forschungsprojekte gemeint. Alle akademischen Fächer sind zugelassen, im Finale stehen jetzt aber vor allem natur- und ingenieurwissenschaftliche Anträge.
Und schließlich messen sich die Hochschulen in der Königsdisziplin - sie kämpfen um den Titel einer deutschen Spitzenuni.
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