Allerdings werde es nicht überall und nicht in jedem Fach möglich sein, mit dem Studium bereits im Sommer zu beginnen, sagte Wissenschaftsminister Heubisch. Numerus-Clausus-Fächer wie Medizin, Pharmazie oder Tiermedizin, die zentral vergeben werden, würden wie immer erst im Wintersemester starten. An welcher Universität welche Fächer wann angeboten werden, kann man im Internet unter www.studieren-in-bayern.de nachschauen.
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Damit der Ansturm auf die Universitäten im Jahr des doppelten Abiturjahrgangs nicht zu groß wird, dürfen G9-Abiturienten sich bereits für das Sommersemester 2011 bewerben. (© ddp)
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Bis 2011 sollen nach Auskunft von Heubisch 38.000 zusätzliche Studienplätze sowie 3000 zusätzliche Personalstellen in Bayern geschaffen sein. Mehr als 1600 davon seien bereits jetzt eingerichtet. Außerdem bekommen die Hochschulen zusätzliche Lehrräume und Labore.
Besonders stark ausgebaut werden Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Also diejenigen Studienrichtungen, in denen Fachkräfte gesucht werden und für die die Berufsaussichten besonders gut sind. Insgesamt gebe der Freistaat allein für den personellen Ausbau bis zum Jahr 2013 eine Milliarde Euro aus. Nach Ansicht von Heubisch profitiert Bayern bei der Suche nach neuen Professoren und Lehrkräften davon, dass es das erste bevölkerungsreiche Bundesland mit einem doppelten Abiturjahrgang ist. Im Jahr darauf machen auch in Niedersachsen zwei Jahrgänge Abitur. Danach folgen Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen.
Ein Problem für die Universitäten ist, dass alle Maßnahmen auf Prognosen beruhen und niemand wirklich weiß, wie viele Abiturienten sich tatsächlich für welchen Studiengang einschreiben werden. 20 Prozent des Geldes will Heubisch deshalb zurückbehalten, um in den Jahren 2011 und 2012 entsprechend der tatsächlichen Nachfrage investieren zu können.
Nach Ansicht der Opposition reicht das alles bei weitem nicht aus, um dem Ansturm der Studenten gerecht zu werden. "Die bisher einkalkulierten 38.000 Studienplätze bis 2011 sind zu wenig", sagt Margarete Bause, Fraktionschefin der Grünen im Landtag. Die bayerischen Hochschulen seien weder räumlich noch personell für den Ansturm gerüstet. "Selbst der Wissenschaftsminister gesteht ein, dass zusätzliche 10.000 Studienplätze gebraucht werden", sagt die hochschulpolitische Sprecherin der Bayern-SPD, Isabell Zacharias. Deren Finanzierung sei aber von Finanzminister Georg Fahrenschon abgelehnt worden.
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(SZ vom 02.09.2010/holz)
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Die Staatsregierung verkündet, dass 38.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden sollen, und hokuspokus sind genug Räume, Professoren, Assistenten, ... vorhanden!
Wieder einmal werden wir Bürger für dumm verkauft.