500.000 Euro Schadenersatz fordert Sule Eisele-Gaffaroglu vom R+V-Konzern. Er soll sie wegen ihrer Schwangerschaft und ihrer türkischen Herkunft degradiert haben.
Wer die Klägerin als Häufchen Elend erwartet hat, der wurde enttäuscht an diesem Donnerstag. Sule Eisele-Gaffaroglu steht auf, macht den Rücken gerade und erwidert auf den gegnerischen Anwalt in so klaren Worten, dass ihr Rechtsvertreter nur mit einem "ja, sehr gut!" beipflichten kann.
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Schwanger: Vor Beginn des Mutterschutzes bedankt sich ihr Chef bei Sule Eisele für ihre "tolle Arbeit", nach dem Mutterschutz soll sie faktisch degradiert werden. (© Foto: dpa)
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Im Sommer noch war die studierte Germanistin und Versicherungsberaterin zwei Monate in einer psychiatrischen Klinik, jetzt steht sie im Arbeitsgericht Wiesbaden, um ihren Arbeitgeber zu verklagen. Im Nadelstreifen-Kostüm, nackenlangem Haar und Brille wirkt sie wie eine Geschäftsfrau, die ihre Vorwürfe präzise Belegen will, und die doch manchmal dem Richter ins Wort fällt vor Empörung.
Pilotverfahren für Klagen nach dem AGG
Eine halbe Million Euro Schadensersatz fordern Eiseles Anwälte und werfen dem R+V-Konzern vor, die hochschwangere, damals 38-Jährige im Sommer vergangenen Jahres degradiert zu haben wegen ihrer Schwangerschaft - und ihrer Herkunft. Eisele ist Deutsche, wurde aber in der Türkei geboren. Die Versicherungsberaterin arbeitete bis Frühling 2007 im oberschwäbischen Bad Salgau und wurde nach der Geburt ihres Kindes in einen Nachbarbezirk versetzt, wo nach aller Erfahrung nur ein Bruchteil der Versicherungen abzuschließen und somit Geld zu verdienen ist. Das wollte Eisele als Hauptverdienerin ihrer vierköpfigen Familie nicht mitmachen. Am Donnerstag wurde der schwere Vorwurf der Diskriminierung erstmals eingehend beraten.
Der Fall gilt als Pilotverfahren für Klagen nach dem seit gut zwei Jahren geltenden Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Dieses sieht abschreckende Strafen für Ungleichbehandlung, etwa wegen des Geschlechts, vor - wie abschreckend sie sein sollen, könnte nun das Arbeitsgericht Wiesbaden klären.
Für den Anwalt der R+V, Ulrich Volk, war die Versetzung eine "ganz normale arbeitsrechtliche Maßnahme". Auch wenn es eine junge Mutter getroffen habe, handle es sich nicht um eine Diskriminierung.
Faktische Degradierung
Und genau darum geht es im Kern und wird es in künftigen AGG-Verfahren immer wieder gehen. Was ist noch zulässig, wenn es um Versetzung oder Beförderung von Frauen, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte oder Homosexuelle geht? Für Volk war die Versetzung Folge schlechter Leistungen Eiseles. Für Eisele war sie Folge ihrer Schwangerschaft - und damit verboten.
Zumindest, das wird im Prozess deutlich, gibt es mehrere Eigenartigkeiten im Umgang mit Eisele. Vor Beginn des Mutterschutzes bedankt sich ihr Chef bei ihr für ihre "tolle Arbeit", nach dem Mutterschutz soll sie faktisch degradiert werden. Zunächst spielt Volk die Versetzung herunter als neue Zuständigkeit ohne nennenswerte Nachteile, dann räumt auch die R+V-Seite ein, dass zumindest bisher in Eiseles neuem Revier gerade einmal 3 Prozent des Lebensversicherungs-Umsatzes von ihrem alten Gebiet erzielt wurden. Das alles klingt danach, dass Eisele auf eine nicht zu schaffende Mission geschickt werden sollte.
Auf der nächsten Seite: Ungleiche Entlohnung für gleiche Arbeit - was der R+V-Anwalt dazu sagt.
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Christopher Lee zum 90.
ich brech ja gleich in tränen aus. ich wusste gar nicht, dass mütter zu den priviligiertesten schichten dieses landes gehören - nachteile wie 25% niedrigere gehälter, keine karrierechancen, schlechtere altersvorsorgemöglichkeiten und - sorry einen 24h - 7 tage die woche 352 tage im jahr und viele jahre andauernden job sind eigentlich vernachlässigbar.
für mich ist arbeit erholung, selbst wenn sie noch so anstrengend ist.
die ungleiche bezahlung war ja fakt, bevor die schwangerschaft kam und nicht danach.
von daher hoffe ich nur, dass r+v eine absage für solche taktiken bekommen.
ansonsten werde ich dafür sorgen, dass meine kinder später im zivildienst nicht gewissen singleexemplaren den allerwertesten abwischen müssen (außer für 100 die stunde), die nicht selbst für die eigenbetreuung gesorgt haben.
in was für einer welt leben eigentlich manche singlemänner? eine gesellschaft, ein unternehmen und eine gesunde volkswirtschaft funktionieren nur mit einem gewissen gemeinschaftssinn und dazu sollten alle beitragen.
Ich bin Herr/Frau X, ich habe einen Job der mich zwischen 8-10 Std. täglich bescchäftigt. Dazu eine Fahrzeit von 1,5 Std. Ich bringe eine Leistung von 10 Punkten.
Ich entschliese mich dafür nun 1, 2, 3 bis 4 Kinder in die Welt zu setzten. Mein Tag hat aber weiterhin nur 24 Std. ich bringe (weil niemand Supermann/frau ist) nur noch eine Performance von 4 Punkten.
Madame Michel erwartet heute folgendes: Der Staat muß sich nun um meine Kinder kümmern, die kosten für meine Kinder am besten ganz übernehmen, mein Arbeitgeber hat alles auf mich auszurichten damit ich mit mühe und not eine Performance von 7 Punkten schaffe.
Ich Persönlich: Arbeite in einer großen Firma. Die letzten 2 Jahre sind viele Kollegienen Schwanger geworden. Was dazu führte das wir Singlmänner (die ja immer da sein müssen, weil ander Familie haben blablabla) nun noch mehr arbeit hatten. Man reist sich also den A... auf, gleicht zum 10x die fehlende Arbeitsleistung anderer aus und brennt teilweise förmlich aus. Die Damen kommen nun auf Teilzeit zurück und wollen gleiche bezahlung für weniger Arbeit. Ganz abgesehen von "ich muß dieses regeln, hab morgen Krippentermin, Kinderarzt, mir e wurscht nur KInd ist wichtig".
Ganz ehrlich, mir stinkt das gewaltig. Grpnden wir doch die Staattsform Mutterismus. Also alles wohl den Müttern, verheizt die Männer.
Als weißer, deutscher, singl, mit Job, ohne Behinderung hat man heutzutage das schlechteste aller Lose gezogen. Kein unterstüzung, keine Lobby, keine Rechte. Nur Pflichten und immer brav des Maul halten und alles irgendwie am laufen halten. Jeder weiß wer die Leistung bringt aber offiziel heist es "ihr macht alle einen tollen Job".
Schöne neue Welt. Schön verlogen, schön unrealistisch.
dr knörz meint "Nachdem ich die Traenen meines Mitgefuehls fuer dieses Geschlecht getrocknet habe, werde ich meine Anstrengungen, Gleichberechtigung fuer Frauen zu erhalten einstellen und stattdess fuer Maenner kaempfen. Diese armen Geschoepfe haben es anscheinend bitter noetig."
sie und viele politiker, politikerinnen scheinen wirklich nur in der lage zus ein, ein problem anzugehen, und dann die andere probleme zu ignorieren
sehen sie und da liegt der unterschied zwischen uns beiden ich mache keine unterschiede zwischen frau und mann ich sehe das problem ganzheitlich, sie sollen nicht ihre bemühungen bezüglich der frauen einstellen, aber sie sollten auch nicht deswegen die andere gruppe, die der männer vergessen oder außer acht lassen
auch scheinen sie noch nicht ganz kapiert zu haben was gleichberechtigung, sexismus und rassismus bedeuten, denn ansonsten würden sie nicht so argumentieren
viele politiker regen sich auf, wenn jemand etwas negatives und verallgemeinerndes gegen juden, ausländer oder schwarze sagt (man hat ja oft und lange genug darauf hingewiesen, dass man das nicht machen soll, ansonsten befürchte ich wären genau diese menschen die ersten, die ausländer durch die straßen treiben würden), und das ist auch gut so, nur genau diese selbsternannten gutmenschen und selbsternannten intellektuellen haben keine probleme damit die hälfte der staatsbürger zu diskriminieren, tagtäglich in medien, im beruf, im gesundheitswesen, in der bildung usw
mit meinem weltbild lässt sich das nicht vereinbaren und es ist beweis, dass sie es nicht kapiert haben ansonsten würden sie anders argumentieren und sich anders verhalten
der fehler der hier gemacht wird ist, dass man vom allgemeinen fall auf den einzelfall schließt
also man geht her und sagt, frauen können grundsätzlich alles gleich gut als männer, das wird wohl stimmen, wenn man nicht behauptet, dass sie es aufgrund des geschlechts besser können, was ja immer öfter passiert
nur der einzelfall kann doch sehr unterschiedlich sein, es ist nun mal so, dass nicht alle verkäufer, tischler, bauarbeiter, bäcker, friseure gleich gut in ihrem job sind, und sie daher unterschiedlich verdienen, nicht jedes unternehmen hat den selben umsatz, den selben gewinn auch nicht in der gleichen branche
wenn man sich z.b fußballvereine anschaut, da spielt der spieler x in einer saison jedes spiel, dann kommt ein neuer trainer in der darauffolgenden saison und setzt den spieler x permanent auf die bank, und beim nächsten vertragsabschluss bekommt er dann wahrscheinlich einen schlechteren vertrag also ich glaube nicht, dass poldi wegen sexueller diskriminierung vors gericht gehen wird und kann, oder van bommel sitzt auch oft auf der bank wurde eben anders eingestuft vom neuen trainerstab, ist das dann auch sexuelle dikriminierung, oder benachteiligung aufgrund seiner staatszugehörigkeit??
oder manche machen innerhalb von einem jahr weltkarriere und andere stagnieren in ihrem job
nicht jeder bankmanager verdient das selbe und ist gleich gut, nicht jeder ingenieur ist gleich gut und verdient das selbe, da gibt es auch unterschiede, nicht nur zwischen mann und frau auch unter männern
und so ist es auch hier, warum soll diese frau automatisch das selbe verdienen wie der andere?? ihr name ist jetzt bekannt, ihre karriere ist spätestens jetzt zu ende
ich kenne einige menschen, die vor gericht gezogen sind weil sie sich ungerecht behandelt fühlten, bei vergabeverfahren z.b. habne teilweise auch recht bekommen, nur zuschlag haben die danach keinen mehr bekommen
man prozessiert eben nicht gerne und probleme welcher natur auch immer mag man nicht und schon gar nicht dass sie öffentlich werden
für das was hier abgeht.
Wie sind eigentlich die Chancen, wenn ein deutscher Mann die gleiche Ungerechtigkeit erleidet wie die türkische Frau?
Blöde Frage, ich weiß. Weiße, deutsch, arbeitenden Familienväter sind in diesem Land der letzte Dreck. Bei so einem wird die Klage nicht mal angenommen im Namen der Gerechtigkeit. Und die SZ hielte es natürlich auch nicht für berichtenswert. Ist ja nur ein Deutscher Mann. Dessen Rechte sind allenfalls im Tierschutzgesetz nachzulesen.
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