Eine Muslimin verklagte das Diakonische Werk , weil es ihr ein Vorstellungsgespräch verweigerte. Doch das Landesarbeitsgericht kann keine Diskriminierung erkennen.
Das Diakonische Werk Hamburg hat einer muslimischen Bewerberin nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts zu Recht einen Job verweigert. Das Gericht wies eine Klage der Frau gegen die Diakonie ab, wie ein Justizsprecher am Mittwoch berichtete.
Muslimische Bewerberin: Religiösen Einrichtungen ist es erlaubt, bei der Auswahl ihrer Beschäftigten auch auf deren Religionszugehörigkeit zu achten. (© Foto: dpa)
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Voraussetzung für die Stelle sei ein Sozialpädagogik-Studium gewesen. "Die Klägerin hat aber weder Studium noch Abitur", so der Sprecher. Mit ihrer Religionszugehörigkeit habe sich das Gericht daher gar nicht beschäftigt. Das Hamburger Arbeitsgericht hatte der Frau zunächst Recht gegeben und das Diakonische Werk im Dezember zur Zahlung von 3900 Euro verurteilt - wegen eines Verstoßes gegen das Gleichbehandlungsgesetz.
Revision nicht zugelassen
Die Deutsche türkischer Herkunft hatte sich Ende 2006 in Hamburg um eine Projektstelle zur beruflichen Integration von Migranten beworben. Die Diakonie lehnte sie aber mit der Begründung ab, dass sie keiner christlichen Kirche angehöre. Dagegen zog die Frau vor Gericht und bekam zunächst als Entschädigung das Dreifache des monatlichen Gehalts für die ausgeschriebene Stelle zugesprochen.
"Wer nicht geeignet ist, kann auch nicht wegen eines unzulässigen Diskriminierungsmerkmals benachteiligt werden", heißt es nun in der Begründung des Landesarbeitsgerichts. Eine Revision wurde nicht zugelassen.
Die Diakonie hatte sich bei der Ablehnung der Muslima auf die sogenannte Kirchenklausel im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz berufen. Religiösen Einrichtungen wird darin erlaubt, bei der Auswahl ihrer Beschäftigten auch auf deren Religionszugehörigkeit zu achten. Die ausgeschriebene Projektstelle war allerdings aus Mitteln der Europäischen Union und des Bundes finanziert.
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(dpa/bön)
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@Velti
Niemand hat behauptet dass Kirchen UNQUALIFIZIERTE anderskonfessionelle Arbeitskräfte einstellen sollen müssten. Verstecken Sie sich doch nicht hinter solchen dreist-falschen Unterstellungen.
Ihr Beitrag ist klasse, also stellen Sie demnächst auch die bekennende ultrakommunistische Person als Ihren Verwalter ein, die alles Privatgut ablehnt und es unverzüglich in Allgemeingut überführen will. Der Person vertrauen Sie dann auch Ihr gesamtes privates Vermögen an.
Sollten Sie es nicht tun mit dem Hinweis auf ihre politische Gesinnung werden Sie verklagt wegen Diskriminierung.
Diesen Vergleich halten Sie für überflüssig? Aber genau das fordern Sie gerade von der Kirche. Siehe auch weitere Beispiele hier (BMW/Daimler usw.)
Es ist eigentlich schlimm, daß sich die Deakonie für ihre mehr als nachvollziehbare Handlung so rechtfertigen muß.
desto unsinniger erscheint mir dieser Artikel.
"Absage an Muslimin rechtens": Schon diese Überschrift ist irreführend. Sie sugeriert einen Akt der Ungleichbehandlung, der real nicht stattgefunden hat. Aber schliesslich hat mich der Aufmacher ja auch angelockt. Der Aufmacher hat also seinen Zweck erfüllt.
Sicher, es gibt keinen Grund, die Diakonie und ihre Einstellungspraxis in Schutz zu nehmen.
Die katholische Kirche verhält sich hier trotz aller Bekundung zur Ökomene eher drakonisch als diakonisch.
DANKE, DANKE, DANKE!
@bino23:
Der Punkt ist, dass eine evangelische Diakonie es nicht will, dass eine angehörige eines anderen Glaubens für sie arbeitet. Die Frage ist aber: warum ist das nicht möglich? Die Stelle hatte ja nichts mit evangelischen Gläubigen zu tun, sondern mit Migranten, die meistens selbst muslimischen Glaubens sind. Und wäre eine solche Anstellung nicht ein hervorragender Beitrag zur Integration UND zur Ökomene? Wenn jemand auf Grund seines Glaubens eine Stelle nicht antreten kann ist dies ein Grund zu klagen - Tendenzbetrieb hin oder her. Das ist grundsätzlich.
^^
Ja und ganz Grundsätzlich haben Muslime in der EVANGELISCHEN Diakonie nichts zu suchen. Ebensowenig wie ein Evangelischer Pfarrer sich als Muezin in einer Mosche Bewerben kann. Und wer das nicht versteht hat eben keinen Verstand. Die behauptung alle Migranten wären Muslime ist auch an den Harren herbeigezogen. Die meisten Afrikanischen Migranten sind Christen.
Und langsam stört es mich sehr das unsere gesammte Geselschaft sich gerade auf das Wohl des Muselmanns ausrichtet. Ist ja nicht so als wären wir im Krieg.... Aber hey die totale selbstaufgabe eigener Kultureller Werte und das Ding mit der Gleichberechtigung von Frauen interessiert j akeinen mehr. Das die schlimmsten Rassisten die ich kennen gelernt habe alle samt Muslime sind... auch egal.
Um so tolleranter wir werden um so mehr verachten die uns.
Paging