Wenn sich in Deutschland keine Lehrlinge finden, sucht das Handwerk seinen Nachwuchs eben im Ausland. Die neuen Fachkräfte sollen aus dem Osten kommen.
Die Ausbildungsplätze sind da, nur die Bewerber fehlen. Das Deutsche Handwerk sucht sich seinen Nachwuchs deshalb jetzt in Polen und Tschechien. Grund ist ein Bewerbermangel in Ostdeutschland, wo 2009 rund 1400 Lehrstellen unbesetzt blieben.
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Dachdeckerlehrlinge könnten künftig vor allem polnisch und tschechisch sprechen. Das Handwerk sucht neue Azubis im benachbarten Ausland. (© dpa)
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Dieses Jahr soll die Zahl nach dem Willen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks zumindest unter die 1000er-Marke gedrückt werden. "Wir müssen uns im Osten öffnen", sagte Verbands-Präsident Otto Kentzler in Dresden. Von Mai 2011 an ist mit der sogenannten Arbeitnehmerfreizügigkeit auch die Ausbildung von Jugendlichen aus EU-Beitrittsländern in Deutschland möglich. Bulgarien und Rumänien sind davon zunächst ausgenommen.
In Ostdeutschland drohe ein Fachkräftemangel, warnte Kentzler. Die Betriebe müssten über die Grenzen hinweg schauen. Er nannte den Kammerbezirk Cottbus als Beispiel - dort soll 2011 ein Intensivkurs polnische Jugendliche auf eine Berufsausbildung im deutschen Handwerk vorbereiten. Allerdings gebe es keine gezielte Kampagne für eine deutsche Ausbildung. Entsprechende Werbeplakate würden in Polen Unruhe erzeugen, sagte Kentzler. "Wir wollen nur ein Signal geben, dass wir offen sind."
Deutschen Betrieben müsse auch klar sein, dass die Auszubildenden nach ihrem Abschluss möglicherweise wieder in ihre Heimat gingen. Claus Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, nannte als Vorteil, dass Jugendliche bei einer Lehre in Deutschland natürlich Deutsch lernten - sie könnten als zweisprachige Fachkräfte im Grenzgebiet Geschäfte anbahnen.
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(sueddeutsche.de/dpa/holz)
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Debatte über Urheberrecht
... kurz bevor die Zahlen kommen das so und soviele Jugendliche keine Lehrstelle bekommen haben, kramen die Arbeitgeber ihre "Fakten" aus, darunter das Lieblingsargument:
1) Nicht qualifiziert.
an zweiter Stelle folgt dann:
2) keine Bewerber da.
Naja, Realität sieht anders aus!
und wer clever ist, holt sich doch gleich Polen oder Tschechen auf den Bau, die sind halt billiger, man muss halt sehen wo man bleibt. Und wenn der Michel auch noch eine solide Ausbildung fuer die Konkurrenz aus dem Osten finanziert, ja dann brauch Handwerkermichel das auch so. Es gibt wahrlich kein einfaeltigeres Volk als das Deutsche.
Kurzsichtiger geht es nicht.Sie bilden ihre späteren Konkurrenten aus.Diese kommen dann mit dumping Löhnen ihrer Mitarbeiter hier auf Montage und machen die Aufträge fertig die den Betrieben im Osten dann fehlen!Tolle Idee