Können Bewerber sich weigern?
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Genau hier liege das Problem, sagt Perreng. "Wer die Stelle haben will, wird sich im Zweifelsfall zu einer ärztlichen Untersuchung bereiterklären." Sie hofft jedoch, dass solche Fälle öffentlich gemacht werden, damit Arbeitgeber abgeschreckt werden. Ein möglicher Kompromiss sei, dass der Arbeitnehmer ein Attest seines Hausarztes vorlegt, meint Anwalt Achilles. In jedem Fall gilt jedoch: In der Personalakte haben Gesundheitsdaten nichts zu suchen. Der Betriebsarzt hat seine Akten getrennt zu führen.
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(SZ vom 30.10.2009/holz)
Eurovision Song Contest
Das tollste ist noch, wie sich der leitende Betriebsarzt von Daimler im Daimlerblog äußert. Alles sei vollkommen freiwillig und diene der Gesundheit der Mitarbeiter.
Fakt ist einfach, dass der Arbeitgeber nichts untersuchen darf, was nicht mit dem Job zusammenhängt. Ich möchte hier keinem etwas unterstellen. Aber welche Veranlassung hat Daimler, eine Sekretärin internistisch zu untersuchen. 16.000 Mitarbeitern wurde Blut abgenommen. Waren das alles Piloten und Ärzte?
Im Daimlerblog wird allen Ernstes behauptet, man könnte so auch Allergien oder Bandscheibenvorfälle finden und sich entsprechend um den Arbeitnehmer kümmern. Dass Daimler kein Wohltätigkeitsunternehmen ist, dürfte klar sein.
Bei meinem Arbeitgeber ist diese Praxis nicht bekannt. Vielmehr geht mitunter eine Betriebsärztin herum und kontrolliert, ob Schreibtische, Stühle, Monitore richtig eingestellt sind. Das finde ich sinnvoll! Das verstehe ich unter Fürsorgepflicht des Arbeitgebers hinsichtlich Mitarbeitergesundheit.
Demnächst kommen Gentests.
Und wer die verweigert, kriegt keinen Job, sondern vielleicht Hartz IV.
So sieht es aus in der Ellenbogengesellschaft.
Es lassen sich erstaunliche Dinge im Blut untersuchen, wenn es aufbewahrt wird, kann im Bedarfsfall auch Jahre später noch vieles festgestell werden......
Diese Praxis gehört schlichtweg verboten.
Wenn der Arbeitgeber es so will kann er sagen was für Werte er will, die könnten dann von einem unabhängigen Arzt geliefert werden.
Aber interessant wäre es schon eine Datenbank zu haben in der alle Erbkrankheiten, chronische Krankheiten und das Suchtverhalten aller Daimler Mitarbeiter stehen.....
... das ist bei kleinen Firmen schon Gang und Gäbe. Habe ich selbst oft genug miterlebt. Und das passiert sogar unter Absegnung des Arbeitsamts. Sowas jetztnoch reißerisch aufzuwickeln empfinde ich als blanken Hohn.
Unser System ist nur noch auf dem Papier existent.