Der Kita-Streik geht weiter: Zum Auftakt der dritten Streikwoche legten rund 11.000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter die Arbeit nieder.
Viele Kindertagesstätten sind am Dienstag erneut geschlossen geblieben. Bundesweit waren rund 11.000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter dem Aufruf der Gewerkschaft ver.di gefolgt und in den Streik getreten.
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Bundesweit sind, wie hier in Köln, rund 11.000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter dem Aufruf zu Streik gefolgt. (© Foto: ddp)
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Der Schwerpunkt der seit Anfang Mai laufenden Streiks lag im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben 9000 Kita-Angestellte an den Streiks. In Hamburg traten rund 2000 Kita-Beschäftigte in den Ausstand und nahmen an einer Kundgebung teil. Die Streiks würden an diesem Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt, teilte ver.di mit.
"Die Beschäftigten sind noch nicht ermüdet. Sie sind ernsthaft dabei, gemeinschaftlich für ihre Ziele einzutreten", sagte ver.di-Vorstandsmitglied Achim Meerkamp. "Wir bedauern, dass der Streik fortgesetzt werden muss." Aber es gebe keine Anzeichen dafür, dass die kommunalen Arbeitgeber ihre Position überdenken. Ver.di fordert für die bundesweit rund 220 000 kommunalen Kita-Angestellten unter anderem einen tarifrechtlich geregelten Gesundheitsschutz.
Zudem sollen die Beschäftigten je nach Gehaltsstufe pro Monat 200 bis 1000 Euro mehr Geld bekommen. Die Arbeitgeber, die bislang Lohnerhöhungen von 220 Euro angeboten hatten, forderten die Gewerkschaften am Montag auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Ver.di sei dazu "jederzeit bereit", sagte Meerkamp.
Auch in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bremen blieben vereinzelt Kindergärten geschlossen. In den kommenden Tagen sollen die Streiks dort ausgeweitet werden. Weitere Aktionen und Kundgebungen sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg geplant. Rheinland-Pfalz bleibt nach ver.di-Angaben in dieser Woche von den Ausständen verschont.
(dpa/segi)
Diskussion um Leinenpflicht für Hunde
Die Gestaltung der Kitas sollte ihren Beitrag zur Verbesserung der Arbieitsbingungen leisten. Es müssen ergonomische Raumlösung (Akustik, Beleuchtung, Materialwahl, Raumdimensinoen) entwickelt werden, die Kindern und Erwachsenen gerecht werden, und gleichzeitig neue pädagogische Konzepte unterstützt werden, die die Erkenntnisse aus der Gehirnforschung heranziehen. In den Nutzerbedarfsprogrammen für diese Flächen, egal ob Neubau oder Bestandsgebädue, muss dies festgschrieben werden.
Diese Gebäude sind nicht nur attraktiv gestaltet, sie fördern die Entwicklung der Kinder verringern die Beanspruchungen für die Erzieherinnen, sind also ein Gewinn für alle.
Sie gehören zu den ersten, die Verantwortung für die Entwicklung der Kinder ausserhalb
des elterlichen Haushalts übernehmen und damit auch Sorge dafür tragen, dass die Eltern
ihre Verantwortung im Arbeitsprozess unbeeinträchtigt wahrnehmen können.
Und sie gehören zu jenen, die für das, was sie leisten, eben nicht angemessen bezahlt
werden.
Von den unbestrittenen gesundheitlichen Gefahren dieser Arbeit ganz abgesehen. Auch
Forderungen nach einer diesbezüglich besseren Absicherung im Hinblick auf die Krank-
heiten unseres Gesundheitssystems, das da merklich vor sich hinsiecht, ist nachvollzieh
bar und angemessen.
Die Eltern, denen das Wohl der Kinder am Herzen liegt, werden diesen Ausstand unter-
stützen, weil sie in den Erzieherinnen ihren Partner sehen.
Wer die Aktionen verteufelt, hat keine Kinder oder kann eine private Betreuung finanzieren.
Und Politiker hütet euch, die möglicherweise doch höheren Gehälter den Eltern als höhere
Kita-Gebühren abzunehmen.
Nehmt es von denen, die von der Arbeit der Eltern profitieren!