Von Tanjev Schultz

Die Erwartungen an den Bildungsgipfel an diesem Mittwoch sind hoch: In manchen Bereichen werden dringend Investitionen benötigt. Schon jetzt zeichnen sich Probleme ab.

Die Ungeduld an Schulen und Hochschulen wächst. Schon im vergangenen Jahr hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten zu einem Bildungsgipfel verabredet. Das Ergebnis war mager, alles Finanzielle wurde erst einmal vertagt. Der Notstand in den Klassenzimmern und Hörsälen blieb.

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Auf dem Bildungsgipfel wird entschieden, wohin das Geld für die Bildung künftig fließt. (© Foto: ddp)

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Zehntausende Schüler und Studenten sind in den vergangenen Wochen auf die Straße gezogen, Rektoren appellierten an die Politiker, endlich mehr Geld zu geben. In Bayern haben 600 Lehrer gerade eine Petition unterschrieben, in der sie "unhaltbare Zustände" in den Schulen und einen eklatanten Lehrermangel beklagen. Bundespräsident Horst Köhler mahnt, Deutschland brauche "mehr Ehrgeiz" bei der Bildung. So sieht die raue bildungspolitische Landschaft aus, die den neuen Bildungsgipfel umgibt.

An diesem Mittwoch wollen die Kanzlerin und die Regierungschefs der Länder das bisher ziemlich vage Versprechen, bis spätestens 2015 mindestens zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung und Forschung auszugeben, festzurren. Zuletzt waren es nur 8,4 Prozent. Und sie wollen möglichst auch benennen, wohin zusätzliches Geld fließen soll. Bundesbildungsministerin Annette Schavan will die "Bildungsarmut" schon vor der Schule bekämpfen. Aber auch Studenten und Professoren können auf Hilfe hoffen.

Integration behinderter Kinder

Die Länder könnten auf dem Gipfel vereinbaren, mehr behinderten Kindern den Besuch einer regulären Schule zu ermöglichen. Derzeit werden sie meist auf Sonderschulen (Förderschulen) geschickt, eine neue UN-Konvention verlangt eine bessere Integration.

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