Lehrstellen, ddp

Ausbildung

Die Probleme Zwar gab es zuletzt konjunkturbedingt wieder mehr Lehrstellen. Viele Jugendliche gelten aber als nicht ausbildungsreif. Wer keinen oder nur einen Hauptschulabschluss hat, kommt in Nöte. In dieser Gruppe haben laut nationalem Bildungsbericht fast 40 Prozent auch zweieinhalb Jahre nach Verlassen der Schule noch keine reguläre Lehrstelle gefunden. Viele verharren in frustrierenden Warteschleifen.

Die Beschlüsse Die Berufsorientierung in den Schulen soll verbessert, Lerndefizite sollen früher erkannt werden. Statt Warteschleifen sollen Jugendliche mit "Ausbildungsbausteinen" qualifiziert werden, die später von Betrieben anerkannt werden. Der Anteil der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss soll auf 8,5 Prozent halbiert werden. Die Bundesagentur für Arbeit fördert das Nachholen von Abschlüssen.

Die Kritik Die Beschlüsse sind nicht neu. Das Konzept der Ausbildungsbausteine bleibt vage. Es fehlen pädagogische Begleitprogramme, die Jugendliche aus schwierigen Familien während ihrer Ausbildung stützen. Viele Betriebe fühlen sich mit ihren Auszubildenden alleingelassen. An den Berufsschulen fehlen Förderprogramme, die Lernrückstände aus der früheren Schulzeit abbauen.

Bild: ddp

22. Oktober 2008, 13:03 2008-10-22 13:03:00