Sind Mädchen schlauer als Jungs? Glaubt man dem Statistischen Bundesamt, dann ja! Denn: 2004 waren mehr Mädchen an deutschen Gymnasien als Jungs, dagegen sank die Anzahl der Hauptschülerinnen.
Die Frauen in Deutschland haben in der Schulbildung mit den Männern gleichgezogen und in einigen Feldern sogar die Führung übernommen. Der Anteil der weiblichen Abiturienten stieg bis 2004 stetig an und liegt derzeit bei rund 53 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. 1995 hatte es erstmals mehr weibliche als männliche Abiturienten in Deutschland gegeben.
Aufgepasst Jungs: Schülerinnen sind an Gymnasien in der Überzahl. (© Foto: Photodisc)
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An allgemein bildenden Schulen waren im Schuljahr 2004/2005 rund 49 Prozent der insgesamt 9,6 Millionen Schüler weiblich.
Bei den weiterführenden Schularten waren Schülerinnen in Gymnasien mit 54 Prozent in der Überzahl, während sie in den Hauptschulen nur mit 44 Prozent vertreten waren.
Deutliche Unterschiede zeigten sich auch bei den erreichten Schulabschlüssen: Von den Absolventen, die die Schule ohne Hauptschulabschluss verließen, waren rund 36 Prozent Frauen. Dagegen lag der Frauenanteil bei den Abiturienten bei 56 Prozent. In der dualen Berufsausbildung sind Frauen hingegen mit rund 40 Prozent nach wie vor unterrepräsentiert.
An den deutschen Hochschulen war 2004 fast die Hälfte der Studienanfänger weiblich. Auch bei den Hochschulabsolventen stellte sich das Geschlechterverhältnis mit einem Frauenanteil von 49 Prozent fast ausgewogen dar. Vor zehn Jahren waren lediglich 41 Prozent der Jungakademiker weiblich.
Auf den weiteren Stufen der akademischen Karriereleiter nimmt der Frauenanteil allerdings kontinuierlich ab: Nur 38 Prozent der Doktortitel wurden von Frauen erworben.
Der Anteil der Professorinnen stieg 2004 immerhin auf 14 Prozent und hat sich damit seit 1994 nahezu verdoppelt.
(sueddeutsche.de/AFP)
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