Bewertung vom Chef Alles, was Sie über Ihr Arbeitszeugnis wissen müssen

Wer hat Anspruch auf ein Zeugnis? Was muss drinstehen? Und wie können sich Beschäftigte gegen eine schlechte Beurteilung wehren? Fragen und Antworten zum Arbeitszeugnis.

Von Verena Wolff

Welche Arten von Arbeitszeugnissen gibt es?

Personaler unterscheiden zwischen einfachen und qualifizierten Arbeitszeugnissen. Ein einfaches Arbeitszeugnis enthält nur die durchgeführten Aufgaben und die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses, während in einem qualifizierten Arbeitszeugnis erweiterte und zusätzliche Angaben gemacht werden: Arbeitgeber- und Arbeitnehmerdaten, Tätigkeitsbeschreibung, Leistungsbeurteilung, Verhaltensbewertung und Gesamtbewertung. Jeder Arbeitnehmer hat einen gesetzlich verbrieften Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis.

Wie muss ein Arbeitszeugnis aufgebaut sein?

Ein Zeugnis unterliegt bestimmten Konventionen. Es muss grundsätzlich auf Firmenpapier im Format DIN A4 geschrieben sein, und nach Datum und Einleitung die Beschreibung der Tätigkeit enthalten. Auch Fertigkeiten und Spezialkenntnisse sollten vorkommen. Die Leistungsbeurteilung hat einen zentralen Stellenwert in einem qualifizierten Zeugnis. Folgen sollte das Sozialverhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden sowie die Gründe für das Gehen und eine Dankesformel. Die Unterschrift ist zwar der letzte, aber mit der wichtigste Punkt auf der Beurteilung, denn die Signatur einer in der Hierarchie unwichtigen Person entwertet das Zeugnis.

Ist im Arbeitszeugnis alles so gemeint, wie es klingt?