Und wie viele Katzen gibt es in Deutschland? Personaler piesacken Kandidaten mit schier unlösbaren Rätseln: Können Sie sie lösen?
Die Frage nach seinen Schwächen hat der Bewerber bravourös gemeistert und sich wie aus dem Lehrbuch als perfektionistisch, ungeduldig und eher schwach im Delegieren ausgegeben. Auch seinen Lebenslauf hat er anschaulich heruntergebetet, schlaue Fragen zum Unternehmen gestellt und neue Ideen präsentiert, wie er die Firma nach vorne bringen könnte.
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Alles in allem ist das Vorstellungsgespräch also perfekt gelaufen - bis der Personaler sagt: "Wir hätten da noch eine Frage: Wie viele Smarties passen eigentlich in einen Smart?"
Der Lösungsweg ist das Ziel
"Wollen Sie mich auf den Arm nehmen? Woher soll ich das wissen?" Solch eine Antwort liegt in so einer Situation fast jedem Kandidaten auf der Zunge, doch die sollte man sich besser sparen. Denn dahinter steckt die ernstgemeinte Aufforderung, sich tatsächlich mit der Fragestellung auseinanderzusetzen.
"Brainteaser" nennen Fachleute solche Aufgaben, die auf den ersten Blick schwierig oder sogar schier unlösbar erscheinen - für die ein Bewerber aber trotzdem immer eine Antwort parat haben sollte. "Die Lösung muss bei den Aufgaben nicht immer richtig sein", erklärt Stefan Menden, Gründer und Geschäftsführer der Squeaker.net GmbH, der über hundert Brainteaser gesammelt und ausgewertet hat. "Aber der zukünftige Vorgesetzte möchte sehen, ob der Bewerber einen möglichen Lösungsweg findet, ob er analytisch denken kann, sich Probleme logisch erarbeitet und strukturiert."
Darüber hinaus zeigt ein Brainteaser auch, wie ein Bewerber unter Stress mit einer komplizierten Aufgabe umgeht - eine Fähigkeit, die in vielen Jobs eines der wichtigsten Einstellungskriterien ist. Personaler können an der Herangehensweise der Kandidaten erkennen, wie ihre Arbeits- und Denkweisen sind, ob sie ein Gefühl für Größenordnungen und Zahlen haben und auch mal unorthodox und um die Ecke denken. "So sind die Aufgaben fast eine Art kleiner Intelligenztest", erklärt Menden.
Besonders häufig werden Brainteaser in der Bankbranche, in Unternehmensberatungen, aber auch im Marketing angewandt. Daneben testen sogar eine private Universität oder MBA-Hochschulen die Kandidaten damit.
Laut denken
Trotzdem muss kein Bewerber Angst vor Brainteasern haben, denn genau wie Aufgaben aus IQ-Tests können sich Kandidaten auch auf diese Art von Aufgaben vorbereiten: Menden empfiehlt, jedes Problem auf kleine Schritte herunterzubrechen - und sich alles bildlich vorzustellen. "Dabei soll der Kandidat ruhig laut denken", erklärt Menden. "So kann der Personaler nachvollziehen, wie er das Problem anpackt."
Und wer sich vor dem Vorstellungsgespräch auf solch ungewöhnliche Fragen vorbereitet und in die Struktur der Brainteaser eingearbeitet hat, muss nicht mehr nach Luft schnappen, wenn er mit einem schier unlösbaren Problem konfrontiert wird. Stattdessen kann er sich sofort auf die Lösung konzentrieren.
Wie groß ist denn also ein Smart - und wie groß ist ein Smartie? Wer sich traut, die beiden Zahlen zu schätzen, der kann die Lösung eigentlich gleich ausrechnen.
Klicken Sie auf die Bildergalerie und testen Sie, ob Sie die Brainteaser lösen können!
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(sueddeutsche.de/mri)
nebenbei, für die Lügenstadt/Wahrburg-Frage gibt es eine einfachere Lösung als angegeben:
Die Frage sollte lauten: "Wohnst du hier?"
Beide werden in Wahrburg ja sagen, in Lügenstadt nein.
Ansonsten wieder mal eine Möglichkeit von Personalern, Ihre Unfähigkeit zu kaschieren. Meiner Meinung nach sollten Menschen, die andere einstellen, den entsprechenden Beruf selbst ausüben können und mindestens so intelligent sein wie die Bewerber. Daran krankt es meist.
Ich kenne die Antwort auf die Titelfrage: 3. Es passen 3 Smarties rein.
@Weiss II - Stress heisst übrigens einfach Belastung, Anspannung. Das hat nicht gleich was mit sterben zu tun.
@Alexander Weiss 2 - was spielen Sie denn jetzt mit den Piloten der Air France herum, wenn es um Brainteaser geht. Es gibt Berufe, in denen ist es wichtig, DIE Antwort auf DIE Frage zu nennen, wie bei ihrem Medizinkram, oder bei der Telefonauskunft. Es gibt Berufe, da kommt es auf einen stabilen Rücken an und auf Muskeln, es gibt Berufe, die geistige Flexibilität und Kreativität erfordern. So mag der Test für einen mehr, für den anderen weniger geeignet sein. Und wie sicher diese Auslesekriterien sind, steht auf einem anderen Blatt - aber ich schätze, dass sie besser sind, als "der Griff in die Tombola".
Und seien Sie nicht traurig, wenn andere unbeschwert sind. Ihre Patienten wissen Ihren Ernst bestimmt zu schätzen.
... Freud laesst gruessen: muss heissen : rezidivfrei
@ da haben Sie wieder voellig Recht! und im Anschluss an Ihren letzten Satz:
eine spielerische Frage, was z.B. Herr Ackermann mit den 600 Mio Euro haette tun sollen, waere dann schon sinnvoll, aber die wuerde man dann nicht hoeren wollen...
Dass die Personaler nicht begreifen, dass die Unternehmensfuehrungen in der BRD in weiten Teilen ihre Vorbildfunktion verloren hat...
Was soll sich ein Ingeniuer bei z.B. Siemens heutzutage freiwillig bewerben? Siemens ist eine Bank und kein Vorbildunternhmen mehr bezueglich Ingenieursleistungen, leider... Was braucht Loescher vier (!) Schloesser in Oesterreich, jemand der die "Unteren" als "Lehmschicht" bezeichnet...
Und zum Tehma spielerisch: spielen heisst ja gerade zweckfreies Handeln - in einem Bewerbungsgespraech geht es jedoch letztendlich um viele tausend Euro...
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