Von L. Seelig

Da hat man eine schlaflose Nacht verbracht, sich in Schale geworfen - und dann redet man sich um Kopf und Kragen. Welche Sätze Bewerber vermeiden sollten.

Schlimm ist das Gefühl, das sich langsam breitmacht, wenn man nach dem Bewerbungsgespräch wieder auf der Straße steht und beginnt, diese entscheidende halbe Stunde Revue passieren zu lassen. Langsam dämmert einem: Das ist gerade richtig doof gelaufen. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Frage nach den Freizeitinteressen nicht mit "Playstation 2" zu beantworten.

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Im Bewerbungsgespräch scheint der Traumjob so nah - und plötzlich hat man sich selbst alles vermasselt. (© Foto: iStock)

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Außerdem schaudert es einen bei der Erinnerung, wie man auf die Frage, warum man denn so gerne Industriekauffrau werden würde, erst mal mit offenem Mund, später mit Stottern reagierte und ein mitleidig bis gequält verzogenes Lächeln beim Gegenüber bewirkte.

Bei einem Bewerbungsgespräch sehr nervös zu sein, ist völlig in Ordnung. Gerade bei Schulabgängern, die solche Gespräche höchstens in Form von mündlichen Prüfungen kennen und denen es schwerfällt, ein Vorstellungsgespräch als gleichberechtigtes Kennenlernen zu betrachten. Und auch wenn Personaler das gern behaupten, so ganz gleichberechtigt ist die Situation ja nun auch nicht. Schließlich hat der, der einem gegenübersitzt, etwas zu vergeben, was man sehr dringend haben will: einen Job, einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum.

Sandra Seedorf, 33, ist Personalmanagerin bei der Werbeagentur Draftfcb in Hamburg. Sie hat schon Hunderte von Bewerbungsgesprächen geführt - und wundert sich, dass gerade junge Bewerber zielsicher immer wieder die gleichen Fettnäpfchen ansteuern. Sie hat einige klassische Pannen und Patzer zusammengestellt und Regeln aufgestellt, mit denen es hundertprozentig funktioniert.

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