Nicht gleich nach dem Urlaub fragen

Anzeige

Sowohl Alfred Quenzler von Audi als auch Inka Wittmann betonen, wie wichtig eine gute Vorbereitung auf das Gespräch ist. Die Kandidaten sollten wissen, welche Position ihre Gesprächspartner im Unternehmen bekleiden und sich bereits im Vorhinein ein paar Fragen zum Job und zur Firma überlegen.

"Die Bewerber sind oft zu passiv", erklärt Wittmann. "Das Gespräch sollte keine Einbahnkommunikation sein - wir freuen uns, wenn die Kandidaten den Mund aufmachen." Wer aber mit der Tür ins Haus fällt und sich als Erstes nach Gehalt und Anzahl der Urlaubstage erkundigt, katapultiert sich selbst aus dem Rennen.

"Nur wer übertreibt, erzählt anschaulich" - beiden Personalverantwortlichen sind schon Bewerber begegnet, die diesen Leitsatz allzu wörtlich genommen haben. So berichtet Quenzler von Bewerbern, die begeistert von ihrem Hobby Schach berichteten, um auf ihre tollen Analysefähigkeiten hinzuweisen.

Nicht zu dick auftragen

"Aber bei genauerem Nachfragen stellte sich heraus, dass der Kandidat noch nicht mal wusste, wo Turm und Springer überhaupt stehen." Er empfiehlt, sich nicht besser zu verkaufen als man ist - früher oder später fliege ein Bewerber ohnehin auf.

Um aufzufallen, müssen Bewerber also gar nicht eine ungewöhnliche Mappe einsenden und möglichst spritzig im Gespräch sein. Meist genügt schon ein fehlerfreies Anschreiben, gute Arbeitsproben und ein freundliches, gewinnendes Auftreten im Bewerbungsgespräch.

Der Artikel erscheint in "Uni & Job", einer Sonderbeilage der Süddeutschen Zeitung. Das Hochschulmagazin liegt der morgigen Ausgabe bei.

Sie sind jetzt auf Seite 3 von 3

  1. "Im Jogginganzug fühle ich mich wohler"
  2. Seite 2
  3. Sie lesen jetzt Seite 3
Leser empfehlen 

(sueddeutsche.de/bön)