Kompetenzen auf den Punkt bringen

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Nicht jeder Bewerber braucht aber zwangsläufig direkt eine eigene Homepage oder einen Blog: "Ich kann mich nicht nur auf ein Medium verlassen", sagt Prof. Christoph Beck. Der Dozent für Personalwesen an der Fachhochschule Koblenz rät zur Crossmedialität: Zwar suchten mehr als 80 Prozent der Bewerber zunächst im Internet nach Stellen. Karrieremessen, Anzeigen in Printmedien und persönliche Empfehlungen besäßen aber immer noch eine sehr große Bedeutung bei der Jobsuche.

Bevor sich Bewerber Gedanken machen, über welches Medium sie Arbeitgeber erreichen, müssen sie sich über ihre eigenen Wünsche und Fähigkeiten im Klaren sein. Die Suche ist laut Beck häufig zu angebotsorientiert: Nicht suchen, was der Markt hergibt, sondern schauen, was man bieten kann - dafür sind soziale Netzwerke wiederum eine gute Schule. Schließlich muss jedes Mitglied seine Kompetenzen und sein Angebot auf den Punkt bringen: "Da gibt es noch ganz viel Optimierungsbedarf", sagt der Networking-Coach Joachim Rumohr aus Ellerbek (Schleswig-Holstein), der für das Business-Netzwerk Xing Seminare veranstaltet.

Auch Nutzer von Netzwerken sollten auf korrekte Formen achten: "Kontaktaufnahmen ohne Anrede und Grußformeln, Mails die nicht beantwortet werden, all das nimmt zu", klagt der Marketingexperte Raik Winkelmann aus Hamburg. Viele Beiträge seien auch fehlerhaft.

Dabei ist die Grundregel für 2.0 doch ganz einfach: "Geben Sie sich mit jedem auch noch so kleinen Beitrag, den Sie im Internet publizieren, Mühe - und zwar sowohl sprachlich als auch inhaltlich", betont Katy Teubener. Der Text könnte schließlich zum Traumarbeitgeber führen.

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(dpa/Deike Uhtenwoldt/bön)