Ein Anschreiben soll eigentlich Neugier auf den Kandidaten machen. Doch viele Briefe wirken hölzern, verlogen und mindestens 20 Jahre älter als ihre Verfasser.
Meine Freundin B. versuchte es mit einer zumindest halbwegs plausibel klingenden Ausrede: Ihre alten Bewerbungsunterlagen? Puh, wirklich sorry, die hätten den Festplattencrash vor einem Jahr nicht überlebt. Fast alle Freunde und Bekannte, die ich fragte, ob sie ein altes Anschreiben rausrücken würden, um es von einem Personalverantwortlichen sezieren zu lassen, hielten das Konzept der Datensicherung offenbar für überschätzt.
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Bewerbung: Worauf Personaler achten (2) – Das Anschreiben - Werbebroschüre fürs Ich
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Bewerbungsbriefe lassen die meisten so ungern von anderen lesen wie ihr Tagebuch. Weil es peinlich ist, Menschen, die uns sehr gut kennen, eine neue Seite von sich zu offenbaren: Die Marktschreier-Seite, die auch Schüchterne dazu bringt, sich auf dem Papier in den Himmel zu loben und dabei so gestelzt zu klingen, als würde man hauptberuflich Verwaltungsbescheide im Landratsamt ausstellen.
Schlichte Hauptsätze, keine aufgeblasenen Adjektive
Ein paar Mails ("wenn es unbedingt sein muss") bekam ich dann aber doch. Mit der Erlaubnis, sie ihm vorzulesen: Jannis Tsalikis, 35, ist Personalreferent bei der Werbeagentur Scholz & Friends in Berlin. Für manche Ausbildungsplätze erhält er bis zu 100 Bewerbungen. Macht 100 Anschreiben.
Er will zuallererst etwas klarstellen: "Gerade bei Berufsanfängern und Leuten, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben, sind erst mal ganz grundsätzliche Dinge wichtig, die wirklich jeder hinkriegt: eine saubere Mappe, keine Rechtschreibfehler."
Das Anschreiben sollte aus einer Einleitung, einem Mittelteil und einem Schluss bestehen, einigermaßen logisch strukturiert sein, die Sätze nicht zu lang und nicht verschachtelt. Schlichte Hauptsätze, keine aufgeblasenen Adjektive wie "bereichernd" und "begeisterungsfähig".
Wer sich bei mehreren Firmen um die gleiche Ausbildung oder auf ähnliche Ausschreibungen bewirbt, dem leuchtet erst mal nicht ein, warum er sich jedes Mal neu verkaufen sollte. Personalverantwortliche haben aber leider einen sehr guten Riecher für Fließbandarbeit. Und die langweilt sie schmerzhaft.
Lediglich Bausteine wie die Begrüßung, die Einleitung oder die Verabschiedung können gleich bleiben. "Auch die Passage, in der man sich selbst und bisherige Projekte anpreist, kann im Prinzip übernommen werden - gerade bei jungen Bewerbern, die hier sowieso noch kein riesiges Potpourri haben", sagt Tsalikis.
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Ich arbeite in Vietnam und der Hinweis im Bewerbungsschreiben auf den Vietnam-Krieg wäre wirklich das Letzte was ich lesen wollte.
Da hab ich sicher von einem Personaler rot bekommen, kanns verkraften,
was ist wohl mit "aussagekräftig" gemeint? Sollen die Bewerber ihre bevorzugte Stellung beim GV reinschreiben? Wie man sieht, schnüffeln manche Personaler sowieso unentwegt im Internet um rauszufinden, wers wo auf welcher Party besonders doll getrieben hat, Mit dem Job hat das sowieso nix zu tun, Sondern mit dem stetig steigenden Terrorlevel in deutschen Unternehmen, Um die Leute einzuschüchtern und ihnen jeden Milimeter ihres Daseins vorschreiben zu können, Warum züchten sie dann nicht gleich Klons denen sie Chips nach ihrem göttlichen Vorbild einsetzen, Sprich Vorstand und Chefs, Die natürlich überhaupt alle lupenrein und sauber sind, Wie wir ja alle wissen,
Ich kann nur schreiben; Jeder Angestelltentag war die reinste Zeitverschwendung, Schreibt keine Bewerbungen und antwortet auch auf keine, Macht euer eigenes Ding, Sollen doch die deutschen Wichtigtuer Personaler ihr Personal aus Indien einfliegen,
Niemand kann kreativ und produktiv arbeiten, wenn man den ganzen Tag damit beschäfigt ist, beim Chef nicht anzuecken, Das ganze Leben wird bestimmt von der AZO, Und das ist kein Leben, Nicht für diese Hungerlöhne, wie Sie in Deutschland meist bezahlt werden, Gemessen an der Leistung werden die Leute mit Almosen abgefunden, Sie mögen das Standard nennen so oft Sie wollen, Und es wird doch nie ein Standard daraus, der es rechtfertigt, sich jeden Tag aufs Neue schikanieren zu lassen, Das ist ebenso einfältig wie verlogen,
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