Kleine und mittlere Unternehmen gelten als der Jobmotor in Deutschland. Doch eine neue Studie zeigt: Sie kündigen ihre Mitarbeiter in Krisenzeiten schneller als große Konzerne.
Kleine und mittlere Unternehmen gelten als der Jobmotor in Deutschland. Etwa vier von fünf Arbeitnehmern arbeiten in solchen Betrieben. Doch wer bei einer der Mini- oder Mittelfirmen sein Geld verdient, ist nicht besser vor einem Jobverlust geschützt als in großen Betrieben. Dies geht aus einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit am Montag veröffentlicht hat. Danach können sich die kleinen und mittleren Unternehmen "in Jahren des Beschäftigungsabbaus nicht mehr besser behaupten als große Betriebe", heißt es in der Studie des IAB.
Räumungsverkauf: Kleine und mittlere Betriebe bieten in Krisenzeiten auch keine sicheren Arbeitsplätze. (© Foto: ddp)
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Im Jahr 2005 arbeiteten knapp 80 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern. Fast 70 Prozent oder 17,3 Millionen Personen waren in Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten tätig. Egal ob es nun mit der Wirtschaft aufwärts oder abwärts ging, die kleinen und mittleren Unternehmen waren im untersuchten Zeitraum von 1993 bis 2005 am Auf- und Abbau von Jobs überdurchschnittlich stark beteiligt, auch weil es bei ihnen überdurchschnittlich viele Gründungen und Pleiten gibt.
Eine Stelle hat zwei Jahre Lebensdauer
Dies zeigt sich auch bei der Frage, wie lange ein Arbeitsplatz erhalten bleibt. So rechnen die Forscher vor, dass ein Arbeitsplatz in einem westdeutschen Großbetrieb mit mehr als 500 Mitarbeitern durchschnittlich elf Jahre besteht. In einem westdeutschen Kleinbetrieb mit bis zu neun Mitarbeitern sind es aber nur etwas mehr als 2,5 Jahre. In den neuen Bundesländern sind die Werte niedriger. Die Lebensdauer einer Stelle beträgt in einem ostdeutschen Großbetrieb sieben, in Kleinbetrieben zwei Jahre.
Die Wissenschaftler räumen nun aber mit der Legende auf, dass die Klein- und Mittelbetriebe in einer Phase, in der Unternehmen eher entlassen als einstellen, weniger schnell kündigen. "Es lässt sich kein empirischer Beleg dafür finden, dass sie Beschäftigungseinbrüche in größeren Betrieben in erheblichem Umfang kompensieren", schreiben die Forscher. Das positive Bild von kleinen und mittleren Unternehmen als Jobmotor sei deshalb zu hinterfragen. "Die empirischen Fakten sprechen zumindest in den letzten Jahren nicht dafür und liefern auch keine gute Begründung für die besondere Förderung der kleinen und mittleren Betriebe", heißt es in der Studie.
Die Forscher kommen deshalb zu dem Schluss, dass für einen effizienten Mitteleinsatz "die Betriebsgröße allein als Kriterium" nicht ausreiche. Ein Umdenken der Politik bei Forschungs- und Fördermitteln wäre deshalb "ein erster Schritt in die richtige Richtung".
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(SZ vom 16.12.2008/bön)
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"Nie wieder werde ich mich bei einer kleinen Firma bewerben und arbeiten. Bin von München nach Stuttgart umgezogen, und nach 8 Wochen hiess es: "Und raus bist du!" Ursache Finanzkrise, und keinen Deut nachgedacht beim Einstellen von neuen Mitarbeitern. "
Das ist bedauerlich. Nur ist das nicht von der Firmengröße abgängig. Ich kenne eine recht großen Firma (8000 Mitarbeiter). Und die hatten vor ein paar Jahren auch die Phase, wo sie von heute auf morgen alle in der Probezeit rausgesetzt und bereits geschlossene Arbeitsverträge nach vor Antritt wiederrufen haben, was super ist, wenn die Leute ihre alte Stelle bereits gekündigt hatten. Und ein Jahr später jammern sie wieder über Fachkräftemangel rum....
Förderung der kleinen und mittleren Betriebe?????
Wo leben denn diese "Wissenschaftler"?
....Die empirischen Fakten sprechen zumindest in den letzten Jahren nicht dafür und liefern auch keine gute Begründung für die besondere Förderung der kleinen und mittleren Betriebe...
... die gibts ja auch nicht!
Nie wieder werde ich mich bei einer kleinen Firma bewerben und arbeiten. Bin von München nach Stuttgart umgezogen, und nach 8 Wochen hiess es: "Und raus bist du!" Ursache Finanzkrise, und keinen Deut nachgedacht beim Einstellen von neuen Mitarbeitern.