Sicherheit ade: In Deutschland wird nur noch gut die Hälfte der Beschäftigten von einem Branchentarifvertrag geschützt.
Branchenbezogene Tarifverträge verlieren in Deutschland an Bedeutung. Im vorigen Jahr arbeiteten nur 52 Prozent der Beschäftigten in Betrieben, für die ein Branchentarifvertrag galt. Dies zeigen Daten des jüngsten Betriebspanels des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Das IAB befragt seit 1996 jährlich etwa 15.000 Betriebe zur Tarifbindung. Die Erhebung gilt als einzige repräsentative Datenquelle, die entsprechende Auskünfte in einer langen Zeitreihe für die Gesamtwirtschaft liefert.
2009 arbeiteten nur 52 Prozent der Beschäftigten in Betrieben, für die ein Branchentarifvertrag galt. Das Bild zeigt streikende Beschäftigte vor dem Werkstor der ThyssenKrupp-Nirosta in Düsseldorf. (© Foto: dpa)
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Die Zahl der tarifgebundenen Betriebe ist sowohl in West- wie in Ostdeutschland seit 1996 stark zurückgegangen. 1996 arbeiteten in Westdeutschland 70 Prozent der Beschäftigten in Betrieben, in denen ein Branchentarifvertrag galt. Im vorigen Jahr waren es dagegen nur noch 56 Prozent. In Ostdeutschland sank diese Tarifbindung von 56 auf 38 Prozent. Da sich einige Unternehmen aber am jeweiligen Branchentarifvertrag orientierten, profitierten etwa 20 Prozent der Arbeitnehmer indirekt von den Vereinbarungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern, ergab die IAB-Auswertung außerdem. Das sind 19 Prozent der westdeutschen und 24 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten.
Nur noch Rahmenvereinbarungen
Für weitere neun Prozent der westdeutschen und 13 Prozent der ostdeutschen Arbeitnehmer galt ein zwischen Betrieb und Gewerkschaft abgeschlossener Firmentarifvertrag. Doch mehr als ein Drittel der Beschäftigten im Westen und fast die Hälfte der Arbeitnehmer im Osten arbeiten in Betrieben, die sich an keinem Tarifvertrag orientieren.
Dass die einst dominierende Rolle von Branchentarifverträgen nachgelassen hat, liege mitunter an der sogenannten "Verbetrieblichung", so die IAB-Arbeitsmarktforscher Peter Ellguth und Susanne Kohaut. In den Tarifverträgen würden zunehmend nur noch Rahmenvereinbarungen getroffen, die von den Betriebsparteien konkretisiert würden, schreiben sie in einem Beitrag in den WSI-Mitteilungen, dem Fachblatt des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.
Mittlerweile seien auch in Branchentarifverträgen oft sogenannte Öffnungsklauseln enthalten, die den Betriebsparteien viele Möglichkeiten ließen. Oft sind Zeitpunkt und Höhe einer Lohnsteigerung an die wirtschaftlichen Verhältnisse der Firmen gekoppelt. "Damit haben betriebsbezogene Regelungen und die betrieblichen Interessenvertretungen an Bedeutung gewonnen", kommentieren die Forscher. Das gesamte System der Lohnfindung sei somit vielschichtiger geworden.
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(SZ vom 07.04.2010/mel)
Venizelos kritisiert IWF-Chefin
sollte man sich in die gesicherte Armut eines Tarifvertrages begeben?
Statt 18 Monate Kündigungszeit und einer marktüblichen Abfindung, welche nach 30 Jahren Tätigkeit erworben wurde, wurde das Unternehmen dazu verurteilt, noch 2 Monatsgehälter bei 0 Abfindung zu bezahlen. Die gesamte Belegschaft wurde dabei aufgefordert, trotz fehlender Arbeit, jeden Tag am Arbeitsplatz zu erscheinen.
Ein Vertrag ist auch nur ein Stück Papier.
Fassungsloser, hier geht es um Tariflöhne, Gewerkschaften, usw. und nicht um deine privaten Probleme und Sorgen. Wenn du was zum blubbern hast, dann zum Thema.
Nicki, dann kann ich froh sein, mein eigener Chef zu sein, gell?!
Zitat: "Und on top... Was für ein Intergrationsschwachsinn sonderst du denn bitte ab? Nur weil in meinem Profil "aus USA" steht, heißt es noch lange nicht, dass ich Amerikaner bin bzw. "nur"."
Ohje, Sie verfehlen ja nun wirklich mit jeder Ihrer Vermutungen die Realität um Lichtjahre.Wie kommen Sie den darauf, dass ich mich für Ihr Profil interessieren könnte?
Auf den Umstand Ihrer Einwanderung bzw. Doppelstaatsbürgerschaft haben Sie uns ja selbstständig hier in diesem Forum hingewiesen. Weiterhin auch auf den Umstand, dass Sie hier gerne vom Steuerzahler finanzierte Segnungen in Anspruch nehmen, die Beteiligung an deren Finanzierung allerdings ablehnen. Dies noch als ausreichendinternational.
by the way: warum wurde dieser Account eigentlich gesperrt?
Arbeitgeber setzen die Löhne nach eigenem Belieben fest. Schade, dass ich nicht Ihr Arbeitgeber bin.
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